Samstag, 14. Februar 2015

Pilotprojekt Kindercoaching zu Ende

Heute war der letzte Tag unseres Kindercoachng Pilotprojekt.

Yasemin hat die Kinder getrennt von den Eltern befragt.

Eine der Fragen war: "Wer möchte weitermachen?"
Alle schrien sofot "Ja" - Ausser ein 14 jähriges Mädchen. Als ich sie gefragt habe, ob sie uns sagen kann und möchte, weshalb sie nicht weitermachen will, hatte sie keine Antwort. Oder die Worte nicht für die Antwort.

Ok, als die Eltern kamen fragte Yasemin ob die Eltern eine Veränderung gesehen haben. Also, ich habe das so wahrgenommen, dass kein Elternteil eine Veränderung gesehen hat. naja, das ist ja auch legitim. Es waren ja "nur" 6x.

So, und jetzt kommen wir zu den Kosten. Als Yasemin erzählt hat was wir in der zukunft haben wollen - für unsere Arbeit - sagte eine Mutter: "Da muss ich mich zurückziehen. Wir bauen gerade und das können wir uns nicht leisten."

Ich ließ das mal so stehen bis Yasemin zu Ende war.
Ich fragte ob ich 2 Minuten noch bekomme, weil ich was sagen möchte.

Alle nickten und ich sagte:" Also, ich stelle fest, dass L...i sehr unruhig ist..."

Ich war noch kaum fertig, da sagte ihr Mutter: "Ja, ihr ist langweilig!"

"Das glaube ich nicht und das wollte ich nicht sagen. Ich habe bemerkt, dass L....i wohl sehr traurig wurde, als du gesagt hast, dass du dich zurückziehen musst! Denn L....i war die aller erste die am "lautesten" geschriehen hat, dass sie weiter machen will."

L....i nickt zustimmend.

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Ich möchte hier jetzt gerne aufhören mit der Erzählung. Mir war sehr wichtig hier klar zu machen, dass 1. Bedürfnisse der Kinder nicht berücksichtig werden und 2. die Interpretation dass es L...i langweilig sei.

Ich hatte den Eindruck - bei der Elternrunde - dass sie der Ansicht waren, sie schicken unsere Kinder zu uns und dann sind sie "geheilt". Nämlich so, wie sie - die Eltern - es gerne hätten.

Ich bedaure diese Kinder sehr! Und nicht nur diese.

Ich bedauere aber auch die Eltern, die in ihrer Konditionierung die Bedürfnisse ihrer Kinder übersehen.

(c) georg mouratidis

no one is born racist


Eines Tages war ich mit meiner behinderten Tochter und ihrer Mutter im Freibad. Wir saßen dort auf dem Rasen. Neben uns eine andere Mutter mit ihrer Tochter. Die Tochter fragt ihre Mutter: "Mama was hat das Kind?" - Die Mutter schaute verschämt weg und beantwortete die Frage ihrer Tochter nicht. Ihr war es offensichtlich peinlich, weil sie merkte, dass ich das gehört habe. Ich wandte mich an das Kind und fragte:"Möchtest du mich was fragen?" Das Kind antwortete mit einem ja. "Ok" sagte ich, "was möchtest du wissen?" Das Kind fragte mich, was denn das Mädchen habe. Ich sagte es ihm, es bedankte sich und es war "zufrieden". Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Es sind unsere Gedanken über andere Menschen. Und genau das was unsere Eltern, Lehrer und die Gesellschaft uns "lehrt!"

~:~

One day I was with my disabled daughter and her mother in the outdoor pool. We sat there on the grass. Beside us another mother with her daughter. The daughter asks her mother: "Mom what does this child have?" - The mother looked away shyly and did not answer the question of their daughter. It was obviously embarrassed her, because she realized that I've heard that. I turned to the child and asked, "Would you like to ask me something." The child answered with a yes. "Ok," I said, "what do you want to know?" The child asked me what that the girl has. I told him it thanked me and it was "satisfied". I can not repeat it often enough. It is our thoughts about other people. And what our parents, teachers and the society teaches us!