Donnerstag, 31. Juli 2014

ver-rückt euch, macht etwas Platz, lasst Menschen zwischen euch.



Als ich das Video mit dem Obdachlosen gesehen habe - es kam irgend wie zu meinen Augen - war ich sehr berührt. Mir liefen Tränen im Gesicht.

Doch irgendwie habe ich im Netz gefunden, dass es insziniert wurde und ich war sauer. Ich fühlte mich um meine
"ehrlichen" Emotionen und Tränen betrogen.

Ich finde die Idee sehr gut, doch die Umsetzung fand ich persönlich bäh.

Im ersten Augenblick dachte ich darüber nach eine eigene Initiative zu starten und Menschen in "echt" zu überraschen. Ich hatte weiterhin den Gedanken sowas nicht zu filmen. Ich habe mich gefragt, was war da die Motivation den Clip zu machen und zu veröffentlichen? Marketing?

ABER: Es heißt ja auch: "Tue Gutes und sprich darüber!" - Also, war das für ,mich mit dem Clip ok. Nur, Echtheit/Authentizität hat mir hier gefehlt.

Und das bedauere ich sehr. Ich bin ent-täuscht!

War mir auch nicht im Klaren, ob ich ne eigene Initiative starte; ich möchte die Idee eigentlich nicht kopieren. Werde mal in mich gehen. Und vllt. mache ich es doch. Mit echten Obdachlosen, echten Menschen die das Leben übersieht.


Das waren so meine Gedanken als ich diesen Videoclip sah. Langsam reift es in mir. Ich möchte dem Leben etwas zurück geben. Weil bis heute mein Leben es mit mir gut gemeint hat.

Deshalb bin iach auf der Suche nach Gleichgesinnte. Wer möchte mich dabei unterstützen, dem Leben etwas zurückzugeben. Menschen zu untersützen, überraschen, gutes tun. Unbürokratisch, schnell, spontan. Ich habe absolut KEINE Idee wo mich meine/unsere Reise hinführen wird. Wer möchte dabei sein? Für den Anfang wäre es mir Recht, wenn es Menschen sind die aus meiner Gegend kommen. Kreis BB oder Großraum Stuttgart wäre auch ok!

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

In diesem Sinne

ver-rückt euch, macht etwas Platz, lasst Menschen zwischen euch.


Sonntag, 27. Juli 2014

(Ist) Familie so wichtig?

Gestern sagte ein junger Mann zu mir: "Für mich ist Familie sehr wichtig!"
Ich fragte ihn was denn für ihn an einer Familie so wichtig ist?
Er hat lange gebraucht bis er dann sagte: "Puuh, gute Frage, das kann ich mit Worten nicht sagen!"

"Was ist denn an einer Familie so wichtig?".
Wer kann für sich denn diese Frage mit Worten beantworten? ;-)

(c) georg mouratidis

PS: Ein paar Gedanken im XING Forum, die mich persönlich emotional berührt haben und der Anlass dafür sind, dass ich das hier in meinem blog festhalten möchte:
https://www.xing.com/communities/posts/was-ist-familie-1006515707

Sonntag, 20. Juli 2014

Selbstmarketing

Ein jungerr Mann sitzt in meinem Bus. Er erzählt, er käme gerade von einem Seminar und wäre froh endlich nach Huase zu kommen.

Ich frage ihn:"Was ist das für ein Seminar?"
Er: "Es heißt Selbstmarketimg. Wie man sich besser darstellt und besser verkauft!"
"Können Sie mir das etwas anders erklären?" frage ich.
"Wie meinen Sie das?" fragt er mich.
"Nun, 'besser darstellen' kann ich noch verstehen. Auch wenn ich mit dem Wort nicht ganz klar komme. Aber was bedeutet 'besser verkaufen'"?
"Naja, es geht darum wie man sich gegenüber anderen eben verkauft!"
"Haben Sie mir ein Beispiel, wo Sie das gelernte im Leben einsetzen können? Wo Sie sich besser verkaufen können?"
"Ja" sagt er "Wenn Sie sich z.B. ein halbes jahr lang eingebrahct haben, im Team, und der Vorgesetzte sieht es nicht. Sieht nicht ihre Arbeit. Weil er keine Zeit hat. Oder weil er sich keine Zeit nehmen will!"
"Und was genau machen Sie dann um auf sich aufmerksam zu machen?" frage ich ihn.

Jetzt erzählt er mir eine Weile lang was er NICHT machen würde, aber nicht das was er machen würde. Wie er das Gelernte hier umsetzen kann/soll.

"Können Sie mir erzählen WAS Sie machen werden um den Teamleiter auf sich aufmerksam zu machen? Welche Punkte aus dem Seminar werden Sie andwenden?"

Dann erzählt er mir was er machen wird.

"Ist das was Sie im Seminar gelernt haben?"
"Ja" sagt er
"Eine Frage, wenn ich als Ihr Teamleiter mich 1/2 jahr lang nicht um Sie und ihrer Arbeit gekümmert habe, glauben Sie dass ich es jetzt tue? So wie Sie mit mri reden?"

"Nein!" sagt er.
"Wie fühlen Sie sich dann, wenn Sie sich so verhalten wie Sie es in diesem Seminar gelernt haben?"
"Nicht gut?"
"Sie fühlen sich nicht gut?"
"Ja" sagt er.
"Wieso tuen Sie es dann? Wieso tuen Sie etwas was nicht in Einklang mit Ihrem Inneren ist?"

Kurze Stille!

"Sie haben Recht" sagt er. "Es geht in diesem Seminar wirklich wie ich mich besser verkaufen kann!"

"Aber das haben Sie doch gerade nicht, oder?" frage ich. "Ihr Teamleiter nimmt weiterhin keine Notiz von Ihnen und Sie fühlen sich auch nicht dabei wohl, richtig?"

"Ja" antwortet er
"Weshalb machen Sie das dann?"
"Wenn man Karriere machen will, muss man das wohl?!"

"Darf ich Sie fragen wie jung Sie sind?" frage ich ihn?
"Ja, 31".
"Und Sie lernen mit 31 Dinge zu tun die nicht in Einklang mit Ihnen selbst sind? Und das fördert Ihr Arbeitgeber?"

Stille. Sehr lange Zeit Stille. Vielleicht auch nur, weil er keine Lust mehr hatte darüber zu diskutieren.


(c) georg mouratidis

Freitag, 18. Juli 2014

„Teller Suppe“

„Eine ältere Dame kauft sich einen Teller Suppe. Behutsam trägt sie die dampfende Köstlichkeit an einen Stehtisch und hängt ihre Handtasche darunter. Dann geht sie noch einmal zur Theke. Sie hat den Löffel vergessen. Als sie zum Tisch zurückkehrt, steht dort ein Afrikaner – schwarz, kraushaar, bunt wie ein Paradiesvogel – und löffelt die Suppe. Zuerst schaut die Frau ganz verduzt. Dann aber besinnt sie sich, lächelt den Mann an und beginnt ihren Löffel zu dem seinen in den Teller zu tauchen. Sie essen gemeinsam. Nach der Mahlzeit – unterhalten können sie sich kaum – spendiert der junge Mann ihr noch einen Kaffee und verabschiedet sich höflich. Als die Frau gehen will und unter den Tisch zur Handtasche greift, findet sie nichts. Alles weg.
 
Also doch, ein gemeiner, hinterhältiger Spitzbube! Enttäuscht, mit rotem Gesicht schaut sie sich um. Er ist spurlos verschwunden. Aber am Nachbartisch erblickt sie einen Teller Suppe, inzwischen ist er kalt geworden. Darunter hängt ihre Handtasche.“

„Teller Suppe“, ist von Manfred Zacher

Sonntag, 6. Juli 2014

Warum sich Ausländer nicht integrieren...

...KÖNNEN?

Neulich hatte ich eine Diskussion mit einem Bekannten. Mit einem deutschen Bekannten. Es ging um die Ausländer. Ausländer die die deutsche Sprache nicht lernen, hierher kommen und ihre Kultur durchsetzen wollen, und um vieles mehr.

Er sagte:"Ich habe nichts gegen Ausländer, wenn sie sich integrieren!"

Für mich war das Wort integrieren "negativ" behaftet. Sowas wie, "ich muss mich unterornden". Und das lehne ich persönlich ab.

Ich habe mich mal dann im Netz schlau gemacht und bin auf Folgrendes gestoßen:

integrieren: Menschen in das eigene (Sozial) Gefüge aufnehmen, einbinden!

"Der Prozess der Integration von Menschen mit einem Migrationshintergrund besteht aus Annäherung, gegenseitiger Auseinandersetzung, Kommunikation, Finden von Gemeinsamkeiten, Feststellen von Unterschieden und der Übernahme gemeinschaftlicher Verantwortung zwischen Zugewanderten und der anwesenden Mehrheitsbevölkerung." (Quelle: wikipedia)

Somit liegt der erste Schritt für eine Integration in der Anstrengung/Verantwortung/Bereitschaft des Gastgebers einen Gast in sein Gefüge aufzunehmen oder einzubinden.

(c) georg mouratidis

Mittwoch, 2. Juli 2014

Hinter einem Lächeln!



Dieses Lied lief gestern im Radio auf dem Weg nach Hause.
(Im Radio wurde es von Nana Mouskouri gesungen)

Währen ich so die ersten Zeilen so hörte, fraget ich mich: "Wie lange wird sie das aushalten bis sie geht?". Eine kleine Weile später kam schon die Antwort..

Das ist nicht das erste Mal, dass ich höre, dass Menschen zum "Wohle anderer" ihre Bedürfnisse hinten anstellen. Ja, sie gar nicht wahrnehmen (wollen). In Ihnen brodelt es, doch sie sagen keinen Ton!

Liebe Leute, verbergt eure Gefühle und Bedürfnisse bitte nicht hinter einem
Lächeln. Drückt es aus, sagt es, kommuniziert es, schreit es raus! Das wird euch gut tun, Euch UND den anderen.

Wenn wie in dem Lied die Mutter geht - im Lied wird behauptet, einfach, doch das glaube ich nicht - sind die anderen überrascht. Weil sie das von euch gar nicht kennen. Und am Schluss, seid dann eher ihr "die Bösen".

Ich nenne dieses Verhalten "passiv aggressiv" . Wenn wir Ärger vermeiden wollen, Konflikte aus dem Weg gehen, geben wir auch dem anderen nicht die Möglichkeit zu erkennen wie es mir geht. Und wenn es dann explodiert, dann stehen wir "dumm" da!

Neulich wurde ich gefragt:"Wie erkenne ich ob richtig oder falsch liege? Ob ich das Richtige tue?" Ich habe ihm geantwortet:" Wenn dein Inneres nicht rebeliert, dann hast du für dich das Richtige getan!" -

Tut nicht etwas, was gegen euer Inneres ist. Steht euch nicht selbst im Wege. Verbergt es nicht hinter einem Lächeln.

Jedes Mal, wenn ich das Lied mir anhöre, bekomme ich Gänsehaut und Tränen.


(c) georg mouratidis