Montag, 28. Oktober 2013

Die GFK-App!

Ich möchte selber für das Android System eine App für "Gewaltfreie Kommunikation" entwickeln.
Auf diese Idee hat mich ein junges Mädchen gebracht, das bei mir im Zuge von Couchsurfing übernachtet hat.

Jetzt suche ich Ideen!

- Was "muss" diese App auf jeden Fall für euch haben, oder tun können?




Freue mich auf Ideenvorschläge.


Danke im Voraus!

Grüßle

Montag, 21. Oktober 2013

Crowdfunding und Gewaltfreie Kommunikation

Für die die mich noch nicht kennen, hier eine kurze Vorstellung:
Ich bin als Coach und Trainer für Personal- und Persönlichkeitsentwicklung selbstständig tätig. Die Basis meiner Arbeit ist die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg.
 

Ich bin von der Gewaltfreien Kommunikation so begeistert, dass ich diese so vielen Menschen wie möglich nahebringen möchte.  
Wie sagte eine Freundin von mir: "Wenn es nach uns ginge, müsste es die Gewaltfreie Kommunikation auf Rezept geben!"
Vor ein paar Tagen habe ich im Fernsehen einen Bericht über Crowdfunding gesehen. Der hat mich so inspiriert und elektrisiert, weil ich hier eine Möglichkeit darin sehe die Gewaltfreie Kommunikation AUCH - nicht nur - Menschen zugänglich zu machen, die nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen.

Was ist Crowdfunding? Das kommt aus dem englischen Crowd = die Masse und Funding = Finanzierung. 


Genauere Infos findet ihr unter: www.crowdfunding.de oder startnext.de
Also, möchte ich ein Projekt starten/wagen, um genau das zu ermöglichen: Einen Begegnungsraum zu schaffen um dort die GfK an viele Menschen weiterzugeben. Eine Anlaufstelle zu schaffen die "ein offenes Ohr" bietet, einen Ort für Austausch und Lernen...

Da Menschen so unterschiedlich sind bitte ich euch an dieser Stelle um eure Gedanken und Ideen dazu, was denkt oder empfindet ihr diesbezüglich?

Wie könnte so ein Projekt umgesetzt werden?
Was könntet ihr euch vorstellen, was dort angeboten werden soll?
Was könntet ihr euch vorstellen, wie "Dankeschöns" aussehen könnten, um dabei zu sein?
...

Ich freue mich über jeden der hier seine Ideen dazu niederschreibt - so abwegig sie auch sein mögen.
Wie sang einst Michael Jackson:

Heal The World
Make It A Better Place
For You And For Me
And The Entire Human Race
There Are People Dying
If You Care Enough
For The Living
Make A Better Place
For You And For Me

Um euch ein Bild dessen zu machen, wer ich bin und was ich anbiete, besucht doch meine Homepage: http://www.seiderdubist.de

Das Sammeln von Ideen endet spätestens am 30.11.2013. Also, her mit Euren Ideen, Vorschlägen, Wünschen, Gedanken. Und ich würde mich freuen, wenn ihr diesen Artikel weiterleitet, empfehlt, damit so viele Menschen wie möglich darüber erfahren.

Nach dem 30.11.2013 wird dann das Projekt in ein Crowdfunding-Forum veröffentlicht. In welches genau wird hier dann veröffentlich.


Herzlichen Dank für Eure Untersützung.


Georg

Sonntag, 20. Oktober 2013

Was eben ein Kind ausmacht?

Neulich unterhielt ich mich mit einem Vater. Er erzählte mir, dass

- sein Kind so lebhaft sei
- sein Kind ihn immer auf Trapp hält
- und dass es sehr stressig sei , so zappelig, so hyperaktiv, so uneinsichtig, undankbar,..
- wenn es etwas will, dann will es es, und vieles mehr.

Das erinnert mich an all diese Begriffe wie ADHS, HS und was weiß ich noch alles.
Eben wie ein Kind zu sein hat. In unserer Erwachsenenvorstellung.

Sind Kinder wirklich so stressig, so uneinsichtig, so undankbar, so zappelig, so hyperaktiv, so unkonzentriert, so egoistisch, ...???

ODER KOMMEN WIR ERWACHSENE HEUTZUTAGE MIT DEN EIGENSCHAFTEN EINES KINDES NICHT MEHR KLAR? WAS EBEN EIN KIND AUSMACHT!!!!

WEIL WIR ES NICHT BESSER WISSEN?
WEIL ES IN UNS KULTIVIERT WIRD, WIE EIN KIND ZU SEIN HAT?

Ich würde mich über einen Austausch hier auf diesen Blog sehr freuen!

Grüßle

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Das süße Lächeln eines Kindes!

Heute gehe ich zum Frühstücken. In einem Möbelgeschäft in meiner Nähe. Ich parke mein Auto und als ich meine Tür aufmache höre ich schon ein Weinen. Es ist ein Kind. Hört man. Aber ich sehe das Kind nicht. Ich steige aus und laufe Richtung Eingang. Das Weinen kommt immer näher. Doch ich sehe immer noch kein Kind. Ich sehe nur zwei Erwachsene. Ach da, da ist ja doch ein Kind. Doch das ist nicht das Kind das weint. Ich laufe weiter, und plötzlich sehe ich zwischen zwei parkenden Autos ein kleines Mädchen. Vllt. drei Jahre. Es weint. Andere Passanten alufen vorbei. Das Kind schaut mich an und weint weiter.

Ich reiche ihm meinen kleinen Finger. Es greift nach ihm. Ganz fest. Es steigt über den hohen Bordtsein auf den Gehweg. Weint immer noch. Ich vermute, weil der Bordstein einfach zu hoch ist. "Wo ist denn die Mama?" frage ich. Keine Antwort. Es läuft mit mir in Richtung der zwei Erwachsenen mit dem kleinen Kind. Ich vermute es ist die Mutter. Sie ist ca. 10 Meter entfernt.

Das Kind und ich laufen Richtung Mutter. Das Kind weint immer noch. Die ganze Zeit. Da kommt die Mutter auf uns zu, schaut mich an und sagt:" Ich habe sie stehen gelassen, weil ich möchte, dass sie alleine herkommt. Zuhause macht sie das ja auch!". Ich habe den Eindruck dass sie sich in der Pflicht sah ihr Verhalten zu rechtfertigen.

"Es ist noch ein Kind. Es muss noch so viel lernen!" sage ich zur Mutter. "Und vielleicht hat es ja einfach  nur Angst gehabt, weil es Sie nicht sehen konnte? Zwischen den parkenden Autos!"

Sie schaut mich an, nimmt das Kind bei der Hand und ich laufe weiter.

Oben im Lokal sieht mich das Kind wieder. Es scheint mich zu erkennen, schaut mich an und lächelt mich ganz süß an. Na wenn jetzt der Tag nicht "gerettet" ist *smile, durch das süße Lächeln eines dreijährigen Kindes.

(c) georg mouratidis

Dienstag, 1. Oktober 2013

WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?

Heute möchte ich über eine Begebenheit beim Friseuer berichten.

"Ich kenne Sie" sagt die Friseurin zu mir, "Ich habe auch eine Karte von Ihnen, gell?"
"Ja, ich weiß" sage ich zu ihr.
"Und wenn Sie das interessiert, dann können Sie einen Kurs in der VHS in Weissach besuchen. Dort kostet es nur 38,- Euro. Es ist ein Samstag!"

"Samstag habe ich keine Zeit. Da arbeite ich!"
"Nun, ist Ihnen ihre persönliche Entwicklung keine 38 Euro wert?"
"Wenn Sie mir meinen Ausfall bezahlen, dann komme ich!" sagt sie.
"Wieviel verlieren Sie durch den Ausfall?" frage ich sie. "10,20,30,50,100 Euro? Wieviel?"
"50 Euro" sagt sie.
"50 Euro + 38 Euro für den Kurs sind 88 Euro! Ist ihnen das nicht wert, damit sie ihr Leben angenehmer leben?"
"Mein Leben ist angenhem" sagt sie.
"Nun, ich sagte angenehmER!"
Sie lacht.
"Waren Sie noch nie in einer Situation, in der Sie Angst hatten etwas zu tun was anderen nicht gefallen würde?"
"Ständig" sagt sie.
"Und dann ist es es Ihnen nicht wert?"
"Die Zeit ist es mir nicht wert!"
"Dann ist der Schmerz nicht groß genug. Doch das Leiden ist da!" antworte ich.
"Ich habe keinen Schmerz!" sagt Sie.
"Sag ich ja. Doch das Leiden ist da! Wollen Sie nicht lernen wie sie ihr Leben ohne Angst leben. Sich nicht von anderen beeinflussen lassen?"
"Oh, ich habe keinen Angst. Meine Mutter hat mir beigebracht, dass ich nicht darauf hören soll was andere über mich sagen!"

ANMERKUNG: Ich überspringe jetzt den weiteren small talk und komme zum wesentlichen!

"Wie alt sind sie?" frage ich sie
"30, und sie?"
"Raten Sie mal?"
"38!" sagt sie
"Schmeichlerin" sage ich zu ihr, "also wie alt?"
"38!"
"Ist das jetz ihr Ernst?"
"Ja" sagt sie.
"Das hat bis jetzt noch keiner zu mir gesagt. Jetzt bleibt nur noch übrig, dass ich Sie frage, wann Sie mit mir Essen gehen wollen?"
"Oh, gar nicht" sagt sie.
"Und weshalb nicht?" frage ich sie.
"Weil mein Mann etwas dagegen haben wird?"
"Und weshalb ist Ihnen das wichtig?"
"Na, sowas macht man doch nicht? Mit einem wildfremden Mann Essen."
"Bringen Sie Ihren Mann mit" antworte ich.
"Ne, Ich weiß wo das endet."
"Wo denn?" frage ich sie.
"Na im Bett!"
"Wieso denken Sie so? Wieso glauben, Sie dass ich mit Ihnen ins Bett möchte. Es könnte doch für alle eine schöne Bekanntschaft werden, oder? Und wenn ich mit Ihnen ins Bett wöllte, würde ich es Ihnen sagen. Sie können meine Tochter sein! Also, was ist der Grund!"
"Eine verheiratete Frau macht sowas nicht. Und unsere Kultur verbietet es!"
"Sind Sie Italienerin?" frage ich sie.
"Nein, Türkin. Und deswegen verbietet es mir meine Kultur!"
"Ihre Kultur verbietet es Ihnen mit einem Mann essen zu gehen, und einfach quatschen? Ausserdem ist diese Diskussion entstanden, weil Sie mich so jung geschätzt haben. Es war ein Spaß. Ich bin 51! Ich könnt also Ihr Vater sein, vom Alter her!"
"51?" fragt sie erstaunt.
"Ja, 51. Also, ich verstehe Sie und respektiere Ihre Kultur. Doch ich frage nach dem WARUM. WARUM wollen Sie nicht?"



Eine Minute des Schweigens. Ein kurzes verschmitztes Lächeln.

"Wenn ich das jetzt sage werde ich mich widersprechen!" sagt sie und lacht!
"Sagen Sie es mir, und ich verspreche nichts zu sagen!"
"Und auch nicht zu lachen?!" sagt sie mehr fragend als sagend!
"Ja, ich lache auch nicht."

"WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?" sagt Sie.
"Hm" sage ich "das zum Thema 'ich habe keine Angst!'"

Sie nickt und schaut mich fragend und erwartungsvoll an, als ob sie auf das (Aus)lachen wartet.

Ich habe viele Menschen - und nicht nur junge - kennen gelernt die so denken, aufwachsen, konditioniert werden: "WAS WERDEN DIE ANDEREN DENKEN?" Und so leben sie nicht ihr eigenes Leben und lassen sich leben. Das Traurige dabei ist, dass sie das sehen, merken, darunter leiden und doch nichts daran ändern wollen. Weil sie buchstabentreu ihre Kultur und Glauben annehmen und umsetzen. Weil der Schmerz nicht groß genug ist. Wenn das Leid irgendwann mal nicht mehr auszuhalten ist, dann wird der Vulkan ausprechen. In welcher Weise auch immer!

(c) georg mouratidis
http://www.seiderdubist.de