Donnerstag, 29. März 2012

Taxi Talk

Der Fahrgast steigt ein und sagt: "Oh, wir kennen uns. Sie haben mich schon zur Postbank gebracht!"
Ich: "Lassen Sie mich bitte raten, G.....str. 55, stimmts?"
Sie: "Ja, genau!"
Ich: "Möchten Sie wieder in die G....str. 55?"
Sie: "Ja bitte!"
Ich: "Mein Chef sagte mir da wartet ein junges Mädchen auf dich!"
Sie:" Ich mag Ihren Chef nicht!"
Ich: "Oops, weshalb nicht?"
Sie: "Möchte ich nicht sagen. Er kennt meinen Vater und das ist schon mal der erste Punkt. Sie werden es schon selbst erleben!"
Ich: "Oh, ich bin jetzt natürlich neugierig da ich  neu in diesem Unternehmen bin. Und ich möchte schon wissen wie mein Chef so angesehen wird!"

Wir haben das Missverständnis geklärt. Sie meinte jemand anderen!

Sie: "Macht Ihnen die Arbeit Spaß?"
Ich "Ja, denn ich komme mit Menschen zusammen und das gefällt mir sehr. Zudem ist mein Hauptberuf ein ganz anderer."
Sie: "Was machen Sie denn?"
Ich: "Ich bin Kommunikationstrainer, Coach, Mediator und auch im Konfliktmanagement tätig."
Sie: "Oh, wie schaffe ich es den Konflikt mit meinen Eltern zu meistern?"
Ich: "Wenn Sie mich buchen und bezahlen, dann können wir gemeinsam schon einen Weg finden."
Sie: "Das kann ich  mir nicht leisten."

Und Sie fing an mir über ihre Eltern zu berichten. Ohne, dass ich sie danach gefragt habe. Ich hörte ihr zu. Sie war offensichtlich froh, dass es jemanden gab der ihr zugehört hat. Sie sagte: "Die anderen Taxifahrer sind oft sehr unfreundlich. Und ich traue mich jetzt nicht in die Wohnung. Denn ich weiß es wird jetzt sehr viel Stress geben."

Sie bezahlte, ich gab ihr meine "private Karte" und sagte ihr: "Wenn Sie wieder ein Taxi brauchen, dann fragen Sie nach Georg. Ich möchte mir meine Stammkundschaft aufbauen.
Ich arbeite jedoch nur Di.-Do."

Ich wusste nicht, dass das so schnell wieder sein wird.

Ich fuhr zum Taxistand zum Bahnhof. Keine 15 Minuten später klingelt mein "Taxi-Handy" und der Chef ist dran. "Fahr mal bitte in die G....str. 55. Das junge Mädchen möchte dich wieder haben!"
Ich dachte mir: "oops, was ist jetzt passiert?" Ahnte bereits etwas.

Also fuhr ich hin und sie war tatsächlich da. Sie stieg ein und sagte: "Sorry, Sie sind der einzige und der erste der mir einfiel. Aber ich war noch nicht in der Wohnung!"....Sie erzählte mir auf dem Weg zum Bahnhof wieder über ihre Situation. Am Bahnhof angekommen offenbarte sie mir dass sie nicht bezahlen könne. Das war mir persönlich auch nicht wichtig. Die paar Euros konnte ich verkraften. Mir ging ein anderes Problem durch den Kopf. "Was mache ich jetzt mit ihr? Ich kann sie doch nicht einfach auf die Strasse abesetzen und gut ist. Irgendwie bin ich als Taxifahrer auch verantwortlich für meine Fahrgäste. Ab und bis zu einem bestimten Grad.". Also sagte ich ihr, dass mir nur eine Möglichkeit einfällt. Wie aus der Pistole geschossen kam "die Polizei?". Ich sagte "ja, die Polizei." Ich rief meinen Chef an und sagte ihm das. Ich brachte dann das junge Mädchen mit ihrer Einwilligung zur Polizei. Erklärte der Polizei die Sachlage und die Polizei bat das junge Mädchen sich hinzusetzen und ich durfte weiterfahren.

Ich weiß leider nicht was daraus geworden ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es bald erfahren werde. Ich frage mich jedoch was ein junges Mädchen - na gut eine junge Frau - so viel Angst vor den Eltern bereitet? Ich weiß es natürlich, sie hat es mir ja erzählt, doch weshalb sind die Eltern so? Welches Motiv, welchen Grund, welches Bedürfnis steckt hinter ihrer Handlung?

--gm--

Montag, 26. März 2012

Hat der Bauch immer Recht?

Am Mittwoch den 21.3.2012 habe ich mich mit einem jungen Mädchen von 22 Jahren getroffen. Wir wollten zusammen arbeiten. Sie wollte für mich die Akquise machen.

Wir haben die Vorgehnsweise besprochen. Wie Sie mich dabei untersützen kann und auch über die Konditionen. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich jemanden gefunden habe der mich dabei unterstützt bei etwas was ich nicht gerne mache. Telefonakquise.

Wir verabschiedeten uns und sie versprach mir einen Textvorschlag für den Akquisebrief zu schicken. Bis kommenden Montag.

Am Donnerstag sagte mir mein Bauch dass ich sie anrufen soll. Ich rief sie an. Ich verspürte eine Ablehnung. Zumindest war sie nicht mehr dieses fröhliche und lustige Mädchen wie beim letzten Telefonat. Ich fragte:"Ist es gerade unpässlich?". Sie antwortete: "Ja, etwas!". "Ruf mich bitte an wenn du wieder Zeit hast, ok?" sagte ich. Sie bejahte es und wir legten auf.

Dieses Bauchgefühl wurde immer stärker und stärker. Ich spürte, dass die Zusammenarbeit "in Gefahr" ist. Oder anders ausgedrückt; mein Bauch sagte mir, dass es nichts wird mit der Zusammenarbeit. Ich wußte nicht wie ich das deuten soll. Ich sagte einem Freund, dass mein Bauch mir sagt, dass es eh nichts wird. "Aber villeicht ist es ja nur mein Intellekt, mein Kopf, meine Gedanken". Mein Freund sagte:" Jetzt wartest du bis Montag und wenn sie nicht anwortet, dann kannst du sie ja anrufen."

Am Montag früh um 8:30 schrieb ich ihr eine SMS. Da ich nicht bis abends warten wollte. Ich schrieb ihr: "Hallo Virginia, wie war dein WE? Es gibt ein paar Dinge die ich mit dir besprechen möchte. Ruf mich bitte an wenn du Zeit hast".

Ca. drei Stunden später erhalte ich eine SMS-Antwort:"Hallo Georg, ich zieh kurzfristig nach Ulm und kann dir leider bei der Akquise nicht helfen". Kein Gruß Virginia, nichts. Sonst hat sie das geschrieben. Ich antwortete: "Was hält dich davon ab mich aus Ulm zu unterstützen?". Ihre Antwort: "Meine eigene Arbeit!"

Für mich war die Sache dann vorbei. Bin zwar sehr verägert aber es hat mich nicht so schwer getroffen, da mein Bauch mich ja schon darauf vorbereitet hat.

Hat der Bauch immer Recht? Keine Ahnung, aber hier hat er es mich spüren lassen. Ich bin froh, dass es in der frühen Phase aufgehört hat. Denn, was für eine Geschäftsbeziehung wäre wohl daraus geworden?

Ehrlich gesagt ich war "positiv überrascht" weil es so klar war. das bauchgefühl. richtig klar. Irgend etwas sagte mir ganz deutlich: "Es wird nichts. Kläre es so schnell wie möglich ab"

Samstag, 24. März 2012

~Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter. - Khalil Gibran -

Sonntag, 11. März 2012

Die Fesseln lösen!


Sollten Sie Schwierigkeiten mit Ihren Mitmenschen haben, dann machen Sie sich auf einen Schock gefasst: 

Mit Ihnen selbst stimmt etwas nicht. Es gibt keine Schwierigkeiten im Umgang mit anderen. Wenn Sie sich selbst ändern, ändert sich auch alles andere. Wenn Sie loslassen können, werden sich die Menschen ändern. Sie sehen die anderen nicht so, wie sie sind, sondern so, wie Sie selbst sind! Wenn mich jemand ärgert, mir auf die Nerven geht, stimmt etwas mit mir nicht. Ich muss mich ändern. Wie kann ich jemandem soviel Macht über mich geben, dass er mich ärgern kann? Wie kann ich jemandem die Macht geben zu entscheiden, ob ich fröhlich oder traurig bin? Wenn ich jemandem soviel Macht verleihe, muss ich auch die Konsequenzen tragen. In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen, nur Konsequenzen. An mir liegt es, zu wachsen und mich ihnen zu stellen.
 
Darüber hinaus braucht man auch Mut, sich nicht manipulieren zu lassen. Man hat Angst, nein zu sagen, Angst jemanden auf sein eigenes Leben zu verweisen: ‘Lebe du dein Leben und lass mich meines leben!‘
 
Unser Glück gründet nie auf etwas Bestimmtem. Wahres Glück hat keine Ursache. Was sagen Sie nun? Wenn Sie jemand glücklich macht, oder Ihr Beruf Sie glücklich macht, geht es dabei nicht wirklich um Glück, sondern um die Erfüllung eines Wunsches: Ich möchte irgendetwas, nehme einen Anlauf, schaffe es, bin begeistert, mache weiter bis zum Schluss, fühle mich belohnt, es macht mir Spaß, schließlich werde ich dessen müde. Wenn ich es nicht schaffe, werde ich unruhig. Das ist kein Glück! Das sind Gefühle, Erfüllung eines Wunsches.
 
Manchmal meine ich, fast die ganze Welt ist auf Unglücklichsein vorprogrammiert. Die meisten sind einfach unfähig, nicht unglücklich zu sein, ihr Leben ist ein ewiges Auf und ab, wie ein Pendel, und sie leiden. Ich sage es noch einmal: Glück hat keine Ursache. Wenn Sie nichts und niemand verletzen kann, kein Mensch und kein Vorkommnis, dann sie Sie glücklich.
 
Was kann man tun, um glücklich zu sein? Nichts! Man kann nichts tun, braucht nichts zusätzliches, man muss etwas lassen! ...

- aus: "Die Fesseln lösen", Anthony de Mello -

Freitag, 9. März 2012

~Was vor uns und was hinter uns liegt, ist unbedeutend, verglichem mit dem was in uns steckt! - Ralph Waldo Emerson -

Sonntag, 4. März 2012

Beim Betreten der Tankstelle bitte Helm abnehmen!

Das stand an der Kasse in einer Tankstelle.

Ich bin verwundert und frage die Kassiererin: "Ich möchte Sie gerne etwas fragen."
Sie: "Ja, bitte!"
Ich: "Welchen Zweck erfüllt dieses Schild?"
Sie: "Na, dass Sie den Helm abnehmen wenn Sie die Tankstelle betreten. Damit ich ihr Gesicht sehe!"
Ich: "Aha, aber dann bin ich doch bereits an der Kasse!"
Sie: "Oh, das stimmt. Das hat mir bis jetzt auch keiner gesagt. Ich werde das Schild gleich an die Tür anbringen. Danke, dass Sie mich drauf aufmerksam gemacht haben!"
Ich: "Ich danke Ihnen, dass Sie es annehmen!"

-gm-