Samstag, 1. Dezember 2012

Gestern ist mir was tolles zuteil geworden

Ich war heute beim tag der offenen Tür einer Grund- und HauptSchule. Eine Klasse hat als Projekt die GFK vorgestellt.

Beim mediieren eines echten Falles - ich durfte das leiten - habe ich ein junges Mädchen weinen gesehen. ABER auch einen Lehrer, dem es sehr nahe ging was seine Schüler gesagt haben. An ihn, mit meiner Unterstützung. Das hat mich besonders berührt!

Interessant fand ich wie offen beide parteien miteiander reden (konnten) wenn jemand eine "Ordnung" in so ein Gespräch bringt.

Einfach genial!

Am Anfang war die Tür offen, da Sxxxx einen Vortrag über die GFK gehalten hat. Diese "echte" Mediation entstand aus dem "Nichts". Plötzlich entstand ein Streit zwischen einem jungen Mädchen und einem Lehrer der da mit drin saß. Sxxxx nahm diese Gelegenheit wahr und sagte: "Also, lass uns das jetzt mal mit diesen 4 Schritten lösen. Und sie begann mit dem jungen Mädchen. Das ging dann hin und her. Mal das junge Mädchen, mal der Lehrer. Ich unterstütze alle drei mit Hinweise geben für Sxxxx. Oder ich fragte nach, weshalb kann der Lehrer das nicht wissen, dass Viola (ich nenne sie jetzt mal so) jemand anderen manipuliert? Sxxxx griff jede einzelne Frage auf und wandte sich dann an den Lehrer und versuchte ihm das verständlich zu machen. Dass er nicht wissen kann ob das so wäre. Woran er das festmache? Was er gesehen oder gehört hat. (Anmerkung: Dieses Mädchen kannte die GFK nur 2 Doppelstunden lang und hat es gewagt bei ihrem Lehrer und dem anderen Mädchen GFK anzuwenden. Was mir persönlich zeigt, dass, weil sie sich an diese 4 Schritte gehalten hat, sie sehr gut damit klar kommt!).

Bis hierher war Publikum dabei. Ja! Langsdam wurde es "jedoch" sehr emotional. Das Publikum verließ nach und nach das Zimmer. Weiß nicht warum ;). An einem bestimmten Punkt nahm ich wahr, dass das sehr ins Emotionale geht und bemerkte, dass Sxxxx mit der Situation überfordert" schien. Denn sie schaute mich fragend an, wie sie jetzt weiter machen soll/kann.

Ich stand auf, ging zur Tür und schloß diese. Ich blieb vorne an der Tafel stehen und beobachtete das Geschehen. Jetzt mit geschlossener Tür. Sxxxx stellte Viola eine Frage die Viola wohl sehr berührt hat. Sie ließ den Kopf fallen, sodaß das Gesicht nicht mehr zu sehen war. In diesem Moment setzte ich mich neben sie und fragte sie, wie sie sich gerade fühle? Sie sagte Scheiße und fing an zu weinen.

Ich kann mich jetzt nicht genau an jede Situation erinnern, doch irgendwann sagte ich zu ihr:
"Was möchtest du denn deinem Lehrer sagen?"
Sie schaute mich irritert und mit offen Augen an und sagte: "Das kann ich doch hier nicht, wenn er dabei ist?"
Ich: "Doch, kannst Du. Sag es ihm!"
Dann hat das Mädchen ihm mal so richtig gesagt was sie von ihm "hält" und weinte dabei.

Dann wandte ich mich zum Lehrer hin und fraget ihn nach seinen Gefühlen und Bedürfnissen. Das ging ein paar mal hin und her (Giraffentanz eben).

Ich hatte dein Eindruck, dass die Schüler "endlich" mal auch gehört wurden. Vielmehr, haben das die Schüler auch (endlich) so gesagt: "Wenn Sie uns respektieren würden, wären wir nicht so Ihnen gegenüber. Was glauben Sie weshalb wir bei Frau X nicht so sind?"

Und dabei sah ich wie auch der Lehrer zwei drei Tränen vergoß.

Das Ganze ging ca. 45 Minuten. Und das Ganze war genau so schnell zu Ende wie es begonnen hat. Mit der Aussage von ein paar Mädels: "Wir müssen abbauen gehen sonst bekommen wir Ärger!"

Und schon waren sie alle weg. Blub, und weg waren sie.

Nur der Lehrer blieb noch im Zimmer und wir haben uns bestimmt eine Stunde weiter darüber unterhalten. Ich glaube - Vermutung - dass der Lehrer sichtlich erfreut/erleichtert war, dass ihm AUCH jemand zugehört hat. Dass er auch erzählen konnte wie es ihm geht. In dieser Schule, in dieser Klasse unter diesem (Schul)system).

Heute 24 Stunden später:

nichts ahnend sitze ich heute an meinem PC und erhalte diese email:

Hallo Herr Mouratidis,

vielen Dank nochmals für Ihr Engagement in Klasse 8. Als ich zu Hause war, habe ich mich geärgert, dass ich Sie nicht zum Essen eingeladen habe; Sie waren hungrig - Kühlschrank leer und dann noch kochen. Leider habe ich nicht schnell genug geschaltet - es wäre ein schöner Abschluss dieses anstrengenden Tages gewesen. Aber vielleicht können wir das nachholen ? Die Einladung gilt.

Viele Grüße

xxxxx

Ich feiere das jetzt! Ich werde darauf einen Ouzo trinken ;)

(c) georg mouratidis

Samstag, 24. November 2012

Bedürfnis vs. Strategie

Nicht schon wieder ;)

Doch wie erklärt man 13. - 15. Jährigen den Unterschied.


Am Freitag in der 8. Klasse einer Schule:


"Wer kann mir sagen was ein Bedürfnis ist?"


"Etwas was jemand braucht!"


"Um?"


"Um z.B. glücklich zu sein!"


"Das lass ich gelten" (mit einem Schmunzeln im Gesicht)


Ich erkläre jetzt aus Sicht der GFK was ein Bedürfnis ist.


Und jetzt kommen wir zur Strategie


"Wer kann mir sagen was eine Strategie ist oder sein kann?"


Stille!


"Ok, wenn ihr euch mit eueren Freunden austauschen wollt, was macht ihr da?"


"facebook!"


"was noch?"


"sms!"


"was noch?"


"chatten!"


"was noch?"


"whats app!"


"was noch?"


"telefonieren!"


"schön, was noch?"


Stille, Neugier, Abwartende Gesichter


"Miteinander reden! face to face"


Alles lacht (Das ist wohl eine zu alte Strategie die diese Kinder wohl vergessen haben *lach)


"Das sind Strategien die ihr benutzt, um..welches Bedürfnis zu erfüllen?"


"Verbindung, Austausch, Kommunikation!"


"Sehr schön! Ich liebe Euch, genau!"

Samstag, 17. November 2012

Das Geheimnis der Zufriedenheit!

Es kamen einmal einige Suchende zu einem alten Zenmeister.

"Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst. Aber während ihr liegt, denkt ihr schon ans Aufstehen. Während ihr aufsteht, überlegt ihr, wohin ihr geht, und während ihr geht, fragt ihr euch, was ihr essen werdet. So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein. ( Frank Börger)

~Solange du glaubst, dass an allem immer die anderen Schuld sind, wirst du viel leiden. - Dalai Lama -

Sonntag, 4. November 2012

Gefreut habe ich mich heute

Heute liege ich hier auf meiner couch. dann klingelt mein handy. und wer ist dran? nikoleta und sagt: "Du Georg, ich möchte dir etwas sagen!". "Ja" sage ich. "Ich möchte mich bedanken für alles was du für mich getan hast und immer noch tust.!" 

Da war ich platt. Ich habe mich natürlich sehr gefreut. Sie merkt das und sagt:" Da freut sich aber einer!". "Na klar" sage ich." 

Das sind die Momente in denen ich mein leben "doppetl" liebe.

"Mir war es ein Bedürfnis dir das jetzt zu sagen!" sagt sie und wir legen auf!

Wer ist Nikoleta? Hier zu lesen.

-gm-

Samstag, 3. November 2012

~ If you just set out to be liked, you would be prepared to compromise on anything at anytime, and you would achieve nothing. - Margaret Thatcher, British prime minister -
~Wer nach der Wahrheit sucht, darf nicht erschrecken, wenn er sie findet. - chin. Sprichwort -

Dienstag, 2. Oktober 2012

~Jeder Mensch ist aus einem anderen Holz geschnitzt, und doch stammen wir alle aus ein und demselben Wald. - Ernst Ferstl -

Dienstag, 11. September 2012

Eheprobleme im ewigen Eis - Johann König

Dieses Gedicht habe ich von einer Teilnehmerin erhalten.
Ich finde es toll und möchte es mit euch teilen.

Teilen möchte ich es nicht nur weil es mir gefällt, sondern weil ich der Meinung bin, dass es eindeutig sehr viele Komponente der Gewaltfreien Kommunikation beinhaltet.
Und zu guter Letzt zeigt, welche Strategie gefunden wurde Bedürfnisse zu erfüllen *smile


Der Eskimo ist böse
auf seine Eskimöse.

Obwohl er wirklich ganz gewiss
der allerbeste Fischer ist,
geht in ein Lädchen
und kauf Fisch als Stäbchen.

Im Iglu Fisch von Iglo essen,
hielt er nicht für angemessen.

Er konnte Fischstäbchen nicht leiden,
sie fand's fies Fisch auszuweiden

Doch wie's im Leben nun so is
sie fanden einen Kompromis
und ließen sich scheiden.

Und statt der Eskimöse
hat er heut ne Frisöse,
die ihm sowohl die Haare pflegt,
als auch seinen Fisch zerlegt.

Da sieht man mal wie's läuft,
wenn man das falsche käuft.

Grüßle Georg

Sonntag, 9. September 2012

~Ich glaube, dass die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern. - Friedrich Hölderlin -

Freitag, 7. September 2012

~Wenn auf Erden die Liebe herrschte, wären alle Gesetze zu entbehren. - Aristoteles -
Unsere Wege sind gepflastert mit Zielen.
Mit erreichten Zielen, mit geänderten Zielen.
Das große Ganze, das unseren Weg tatsächlich ausmacht, sind die Umwege, die Abstecher, die Seitenpfade durchs Gebüsch, die Landschaft, durch die sie führen.
Vor allem sind es auch die Wege, die unsere Wege kreuzen oder eine Zeit lang begleiten.
Es sind die Begegnungen mit anderen, die unsere Wege vollkommen machen, egal wie kompliziert er manchmal auch scheinen mag.
(Verfasser mir unbekannt) 

Donnerstag, 6. September 2012

~Nicht die, die die gleiche Sprache sprechen verstehen einander, sondern diejenigen, die das gleiche Gefühl teilen.  – Rumi -

Sonntag, 2. September 2012

~Wer aufrichtig ist , muss nichts verbergen und macht sich nicht abhängig von der Meinung anderer. - Dalai Lama -

~Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. - Friedrich Schiller -

Freitag, 24. August 2012

~Wenn zwei Knaben jeder einen Apfel haben und sie diese Äpfel tauschen, hat am Ende auch nur jeder einen. Wenn aber zwei Menschen je einen Gedanken haben und diese tauschen, hat am Ende jeder zwei neue Gedanken. - Platon -

Mittwoch, 22. August 2012

~Sie müssen mich fragen und nicht sich, wenn Sie mich verstehen wollen! - Johann Georg Hamann zu Immanuel Kant -

Dienstag, 21. August 2012

Wut ist geil!

(Mit der freundlichen Erlaubnis von Jürgen Engel es hier posten zu dürfen!)
Wut ist GEIL!!!!
Bhoaaaaaaa, Whaaaaaaaa, Zaaaaaaaack, wie krass!!!!!

Leute, ich war wütend!!!!
Aber sowas von wütend, ich habe getobt,
gebrüllt, geboxt, gegen die Wände getreten,
Dinge durch die Gegend geworfen und zerstört....
Ein Hammer!!!

Bhoa, was für ein Rausch!
Was für ein rasender Schub von Energie, wie krass ist denn das?
Bin völlig beeindruckt, überwältigt von der Intensität der Erfahrung.

Hui, da hat sich was Platz geschaffen, da ist eine Barriere durchbrochen worden,
da ist eine innere Grenze übertreten worden, über die ich seit
Jahrzehnten, den größten Teil meines Lebens nicht treten konnte...

Und ich hab' die Wut verstanden, ich konnte die Energie fühlen,
ich weiss wozu sie gut ist und wie sie sich von Ärger unterscheidet....

Das ist eine riesen, fette Feier!!!

Das ist wie wenn die rote Alarmlampe angeht und eine fette Feuersirene
und es aus einem riesen Lautsprecher brüllt: STOP, SO NICHT,
HIER IST MEINE GRENZE!!!

Jemand ist (zum wiederholten Male) so deutlich und unsensibel
über meine Grenze getreten, dass ich völlig explodiert bin.
Es gab eine kurze Verzögerung, wie als ob die Zündschnur eine Weile
brennen musste, und plötzlich tobte ich....
gut, dass ich da allein war....

Ich habe mich noch eine ganze Weile danach extrem lebendig gefühlt,
das Leben schoss durch meinen Körper und die Adern,
es war sehr aktivierend und belebend, hat gut getan...

Und ich merke daran, dass ich fast mein ganzes Leben
keinen Zugang mehr zur Wut hatte, weggepackt, ganz sicher dicke
Glaubenssätze drauf, warum sie nicht gut ist, nicht erlaubt,
zu kontrollieren ist, ich abgelehnt werde, wenn ich sie zeige, u.s.w.....

Und klar, ich kann auch die potentiellen Probleme und Gefahren der Wut
sehen, wenn ich keinen Kanal finde, sehr unkontrolliert bin,
sie sich dann körperlich gegen einen Menschen richtet etc.
dann wird es schwierig und gefährlich...

Hihi, ich konnte auch in der großen Wut noch meine innere Kontrolle
wahr nehmen, als ich etwas nahm, um es an die Wand zu werfen,
schaute ich schon einen Moment, und wählte etwas, was in jedem
Fall wenig Wert hat, und mir nachher nicht leid tut....;-)
OK, so 100% bin ich der Wut vielleicht nicht verfallen, aber ein
Rest an Kontrolle ist vielleicht nicht so schlecht...

Das einfach mal als Erlebnisbericht von mir,
und vielleicht (wieder einmal) Anstoss für einen lebendigen
Austausch zur Wut...:-))

Ich freu' mich sehr auf jegliche Feedbacks,
vor allem wenn Ihr meine Wut mit mir feiern möchtet,
und dann bin ich auch offen für Fragen und Austausch
und Meinungen...:-)

Herzlich und jetzt nicht mehr wütend
Jürgen

Sonntag, 19. August 2012

Der Mann ohne Gedächtnis

Durch eine Operation verlor der Amerikaner Henry Molaison die Fähigkeit, neue Erinnerungen zu formen – und die Hirnforschung gewann ihren berühmtesten Patienten.
Henry Molaison


Wie unser Gehirn Erfahrungen formt und wo es sie abspeichert weiterlesen...

Montag, 13. August 2012

~ Es ist einfach ein Versprechen zu geben. Man kann sich ja mal versprechen! -georg mouratidis-

Samstag, 21. Juli 2012

Agape

Agape ist anders. Agape hat nichts mit Zuneigung oder beisammen sein wollen zu tun. Agape wächst nicht und sie ist auch nie zu Ende. Sie ist bedingungslos und unauflöslich. „Das gibt’s nicht im wirklichen Leben, höchstens in Büchern!“ werden viele sagen. Dennoch ist das die Liebe, nach der sich jeder sehnt. Akzeptiert zu sein, wie man ist, ein Individuum zu bleiben bei aller Gemeinsamkeit, getrennt zu sein und doch sich verbunden fühlen, nichts zu vermissen und alles zu geben. Das ist Agape, die bedingungslose Liebe zu allem was ist.

- Autor mir unbekannt aber meine Meinung  -

Freitag, 20. Juli 2012

Ich möchte nicht Recht haben

In einem Forum habe ich folgende Statusmeldung gelesen: 

"Ich suchte meine Seele, aber ich fand sie nicht. ich rief GOTT, aber er versteckte sich vor mir. Da suchte ich FREUNDE und ich fand alle DREI:-) DANKE."


Hier nun der weitere Dialog.  

Ich
da bin ich mal gespannt was länger anhält ;)
Sie 
hallo Georgios, was meinst Du mit `was länger anhält? die Freundschaft oder das Finden von GOTT oder die Begegnung mit meiner Seele? Ich gestehe Dir, alles ist EINS :-) schön, dass es DICH gibt, mein Freund.
Ich 
Wenn alles eins ist, weshalb hast du nach den dreien einzeln gesucht? wie konnte es sein, dass du deine Seele nicht gefunden hast, ist sie dir doch am nächsten. wie konntest du gott nicht finden bist du doch selbst gott?

Die Seele und das Ego! 
Sie
du hast ja soooooo RECHT - DANKE
Ich
ich möchte nicht Recht haben ;-). BITTE!
Sie 
Lieber Georgios
 
Du hast meine liebevolle Sympathie und ich danke Dir herzlich für die Gelegenheit, mir meiner eigenen Gedankenungereimtheiten auf die Spur zu kommen :-)
 
Ich halte Vorträge über die Macht der Dankbarkeit und der Kraft der GEdanken und verirre mich selbst in meinen uralt gemachten "Sätzen", die längst nicht mehr meine Wahrheit darstellen. Danke, dass Du mir das gespiegelt hast. 

Ich bin voll und ganz davon überzeugt, dass wir vollkommene göttliche Wesen sind, die sich hier erfahren wollen und ERLEBNISSE brauchen, um ins Fühlen zu kommen.

Ich fühle Dein Mitgefühl und das tut mir sehr gut.
Sei herzlich umarmt
 
Viktoria
Ich
Oh, ich habe nur das wiedergegeben was zu diesem Zeitpunkt in mir lebendig war!

 -gm-

Angst ist notwendig, weil sie uns in Bewegung setzt.

Hallo Barbara,

Deine Aussage "Angst ist notwendig, weil sie uns in Bewegung setzt. " hat mich zu etwas "längerem" Nachdenken veranlasst. Und ich möchte dir Recht geben.

Vor Angst, dass jemand Fremdes mein Land okkupiert setz ich mich in Bewegung. Ich erforsche wie ich mich dagegen wehren kann. Kaufe Waffen, experimentiere mit vielem, erzeuge meine eigene Atomwaffe u.s.w

Aus Angst dass ich entmachtet werde setze ich mich in Bewegung. Ich unterdrücke mein Volk. Mit Gewalt. Siehe Syrien.

Aus Angst seine Autonomie als Bürger zu verleiren setze ich mich in Bewegung. Demonstriere, notfalls mit Gewalt. Siehe Afrika oder auch Griechenland bei der Wahl der Troika. Die Bürger bewegen sich!

Stichwort "Occupy".

Vor Angst, dass ich mich abhängig von einem anderen Land mache, z.B. bez. Energiezufuhr wie Strom, baue ich meine eigene Kraftwerke. Mit dem Pferdefuss, sie ist noch nicht ausgereift. Doch ich bringe mich in Bewegung!

Ich könnte jetzt noch so viele Beispiele aufschreiben. Doch ich vermute, dass du weißt worum es mir geht.

Somit kann Angst etwas/jemanden in Bewegung setzen. Ja!

Und andererseits bin ich dennoch der Ansicht, dass Angst auch "lähmt"!
Weshalb sonst gehen Frauen nach dem Aufenthalt in einem Frauenhaus "zurück" zu ihrem schlagenden und gewalttätigen Ehemann? Obwohl sie so eine "scheiß"-Angst vor ihm haben?

Grüßle Georg 

-gm- 

Freitag, 6. Juli 2012

Ein Tag zum freuen!

Heute.

Das Telefon klingelt. Frau Hees von der Hauptschule meldet sich.
"Herr Mouratidis, ich habe hier Ihre Visitenkarte die Sie einer Schülerin von uns gegeben haben. Und den Notfallzettel für Konflikte. Ich finde es sehr interessant und würde Sie für nächstes Schuljahr fest buchen!"

Uups, dachte ich mir. Das hätte ich nicht erwartet. Ich habe mich doch "nur" mit den Jugendlichen unterhalten.

Nun der Reihe nach.

Letzten Mittwoch sitze ich wieder im Starbucks und warte bis meine Zeit für meinen nächsten Termin kommt damit ich gehen kann.

Ein junges Mädchen lacht mich an.
"Kennen wir uns?" frage ich sie.
"Nein", antwortet sie.
"Weshalb lachst du mich an?"
"Weil ich eine freundliche bin?"
"Ah, schön. Das findet sich selten, dass junge Menschen ältere und fremde anlächeln"
"Ich bin Ihre verloren gegangene Tochter. Sie wissen das nur nicht", sagt sie und lacht.
"Hm", sagte ich zu ihr. "Lohnt sich nicht bei mir auf Prominentenjagd zu gehen. Ich habe koi Geld."

Wir lachen beide. Und es ist ein herzhaftes Lachen.
"Mist" sagt sie.
"Welchen Prominten wolltest du denn bei mir gesehn haben?"
"George Clooney!" und grinst.
"Naja, der erste Teil des Namens passt ja schon" sage ich. "Der Nachname gibt halt nicht so viel her wie Clooney. Und der Beruf auch nicht.
"Wieso was machen Sie denn beruflich?" fragt mich Sbetime.

Ich frage ob ich mich zu ihnen setzen darf. Sie antwortet "ja, gerne".
Wir unterhalten uns über mich und das was ich tue. "Oh", sagt sie. "Das hört sich sehr interessant an. Und sie fragen mich aus. Was genau, wie das geht, weshalb, warum u.s.w. Mittlerweile sind wir zu sechst. Ein paar Freundinen die vorbeiliefen hat Sbetime zu sich gerufen und ihnen von mir erzählt. Alles Kinder um die 14.  Es ist eine sehr interessante Unterhaltung. Und Spetime erzählt den anderen über meine Arbeit und dass ich so "cool" sei. Dass sie sowas in ihrer Schule brauchen. Alle anderen fragen mich jetzt auch über meine Arbeit.

Eine junge Türkin sagt dann zu mir:" Du bist echt cool. Du verstehst uns ja wirklich. Komm mal zu mir nach Hause und zeig das mal meinem Vater!". "Oder zu uns in die Schule. Hast du mir auch eine Karte?"

Ich gab jedem der eine wollte meine Karte. Spetime gab ich zusätzlich meine "Notfallkarte für Konflikte!".'  Und sie hat es tatsächlich getan. Sie hat beide Karten ihrer Klassenlehrerin gegeben.

Wir haben uns gefühlte 1,5 Stunden unterhalten.


Die Notfallkarte war wohl mit der Auslöser weshalb die Klassenlerhrein sich bei mir gemeldet hat. Ich freue mich wirklich so sehr, dass eine Lehrerin mir am Telefon sagt, dass ihr das gefällt was ich mache und sie mich fest buchen möchte. Ich harre da denn Dingen die da kommen.

PS: Einen bitteren Beigeschmack möchte ich euch nicht vorenthalten. Ein Bekannter hat mich wohl dort sitzen gesehen und fragte mich später: "Was hast du da mit den Kids gemacht?".

"Unterhalten?"

"Pass bloß auf, dass die da nicht denken du seist ein Pädophile!"

Ich persönlich finde es sehr traurig, wenn heutzutage die normalste Sache der Welt - Kommunikation - so in dieses Licht gerückt wird.

Doch das hier nur als PS

Grüßle Georg

Freitag, 29. Juni 2012

Hast du sie denn gefickt?

Ich laufe aus dem Lokal in dem ich zu Mittag gegessen habe. Laufe an zwei Kindern vorbei. Bin schon ein paar Schritte gelaufen bis dieser Satz meinen Thalamus erreicht hat.

Ich bin etwas unsicher ob ich das wirklich gehört habe. Bleibe stehen. Fragend, ob ich wirklich das gehört haben könnte was mein Thalamus mir suggeriert.

Ich drehe mich um, laufe zurück zu den Kindern und frage: "Hast Du wirklich das gesagt, was ich glaube, dass du gesagt hast?"

"Jaaa!" antwortet der Junge, "aber das ist seine Freundin?"

"Hast du wirklich gesagt: 'Hast du sie denn gefickt?'"

"Ja!" sagt er und grinst.

"Wie alt bist du?" frage ich ihn.

"13!"

"Und hast du schon mal das da unten bei einem Mädchen gesehen?" frage ich den Jungen.

"Ja!"

"Und hast du schon mal gefickt?"

"Nein" antwortet er und lächelt wieder.
 
"Und würdest du denn gerne?"

"Ja!" antworter mir der Junge.

"Mit 13?" frage ich wirklich erstaunt, weil der Junge nicht wie 13 aussieht?

"Na klar!" sagt er.

"Naja, wieso nicht?" antworte ich zynisch oder auch gerne ironisch, "wenn man heute manche 13 jährige so anschaut!"

Dieser Junge sagte diese "jas!" mit so einer Selbstverständlichkeit und Selbstbewusstheit, dass ich wirklich erschrocken bin. Tja, vllt. bin ich zu alt und konservativ denkend. Vllt. hat sich die Welt wirklich weiter gedreht. 

Ich frage mich jedoch wirklich, ob dieser Junge weiß wie sich dieses "gefickt" anhört oder was es über die Mädchen/Frauen aussagt? Das wage ich jedoch zu bezweifeln.

(c) georg mouratidis

Donnerstag, 28. Juni 2012

Riad, Denny, Nina, Merve und Albulena

Ich sitze am 22.6.12 im Leocenter im Starbucks. Arbeite mit meinem Tablet-PC. Plötzlich klingelt mein Handy. Ich versuche es aus meiner rechten Hosentasche herauszuziehen. Es klemmt. ich habe keine Lust aufzustehen um besser da ran zu kommen. Irgendwie komme ich doch ran. Ich erhebe den Kopf um zu telefonieren und sehe wie mich ein junges Mächen anschaut. Ich lächle "verlegen", also wollte ich sagen:"Son Mist, wenns nicht gleich klappt!"
Sie lächelt zurück. Vllt. aus Gewohnheit? Weiß ich nicht. Ihre Freundin die rechts von ihr sitzt und mir näher, schaut mich fragend an. Ich lächle. Sie dreht sich um und schaut jetzt ihre Freundin fragend an. Ich sage zu diesem Mädchen:"Sie hat mich angelächelt und ich habe zurückgelächelt". Das andere Mädchen, dass ich "verlegend" anchaute sagt dann:" Sie haben mich als erstes angelächelt!". "Ja, das stimm! Habe ich gesagt, dass SIe mich als erstes angelächelt haben?". Jetzt lachen wir beide. "Es ist halt schon doof, wenn man so vieles elektronisches Zeugs hat", sage ich.

"Ja, Sie haben ja auch so viel dabei!"

Und jetze geht die Diskussion richtig los. Wir unterhalten uns, darüber, dass sie - alle vier, mittlerweile sind noch zwei Jungs dazu gekommen - ein Praktikum machen. Jeder in einem anderen Betrieb. Beim KARSTADT, beim Douglas und andere.  Sie erzählen mir was ihnen da Spaß macht und was nicht.

Plötzlich fragt mich eines der junge Mädchen:" Und was machen Sie geschäftlich? Was arbeiten Sie?"

Ich rücke mit meinem Sessel näher in die Runde. Frage vorher ob das ok ist.

"Ich bin Kommunikationstrainer und Coach. Ich biete auch Konfliktmanagement an".

"Was genau ist das?" fragt mich einer der Jungen. 

Ich erkläre es ihm und die anderen hören mir gespannt zu. "Oh", sagt eines der Mädchen, "das können wir in unserer Schule gut gebrauchen!".

"Hm", sage ich, nachdem sie mir erzählt haben in welche Schule sie gehen, "ich habe auch eure Schule angeschrieben, doch euer Rektor hat abgelehnt. Er meinte, dass ihr das nicht braucht."

"Hm", sagte das Mädchen, "also, wenn ich das meiner Lehrerin zeige wird sie bestimmt Intersse haben!"

"Soll ich euch meine Karte geben?"
"Ja", sagen sie alle wie aus einem Guss. Ich gebe ihnen meine Karte.

In der Zwischenzeit ist noch ein etwas älteres Mädchen dazu gekommen. "Sie geht auf ein anderes Gymnasium", sagt mir der zweite Junge. "Sie ist schon 17. Wir sind alle 14" und zeigt auf die Jugendlichen die von Anfang an dabei sind.

Das "neue" Mädchen ist auch begeistert über unsere Diskussion. Sie fragt mich auch nach einer Karte für sich und ihrer Lehrerin. Ich gebe sie ihr.

Wir unterhalten uns weiter über meine Arbeit und über ihre Schulen. Sie horchen auf, wenn ich über die Gewaltfreie Kommunikation spreche.

Plötlich sagt das 17 jährige Mächen: "Wir können uns doch in einer Woche hier wieder treffen und uns über die Ergebnisse unterhalten!"

"Ist das dein ernst?" frage ich Sie. "Ich würde mich freuen. Das begeistert mich jetzt" sage ich in die Runde. "Lasst uns doch einen Termin festlegen" sage ich. Wir sinduns schnell einig. Freitag in einer Woche um 13:30 wieder im Starbucks.

"Möchtet ihr mir eure Namen aufschreiben und mir geben? So kann ich mir die merken. Fürs nächste Mal!". Einer der Jungen steht auf, geht an die Kasse vor und holt etwas zum Schreiben. 

Er schreibt dann auf den Zettel:
Riad
Denny
Nina
Merve
Albulena

Freitag 29.6.12 13:30
(Anmerkung: Die Nachnamen lasse ich weg um die Privatsphäre zu wahren!)

Ich war richtig glücklich diesen Vorschlag zu hören. Von diesem jungen Menschen. Habe ich doch die Erfahrung gemacht: "Redet nicht mit fremden Männern!" :)

Ich bin richtig gespannt auf die weitere Unterhaltung mit diesen jungen Menschen!

(c) georg mouratidis

Sonntag, 17. Juni 2012

~Wenn Du Menschen mit Deinen Ideen erreichen willst, brauchst Du eine Bühne, die zu Dir passt. Versuche nicht auf den Bühnen anderer aufzutreten oder sie nachzuahmen. Erfinde lieber Deine eigene Bühne, auf der Du dich wohl fühlst. So kannst Du authentisch sein und Dein Publikum begeistern." - Stéphane Etrillard -

~Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind. - Albert Schweitzer -

Mittwoch, 6. Juni 2012

Warum ist Kommunikation wichtig?

In einem Wald in der Nähe von Linz geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.
Alle fragen sich, wer da wohl draufstehen mag. Schließlich nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und fragt den Bären: "Sag einmal, stehe ich auch auf deiner Liste?" - "Ja," sagt der Bär, "auch dein Name steht auf meiner Liste."
Voller Angst läuft der Hirsch davon. Zwei Tage später wird er tot aufgefunden.
 
Entsetzen macht sich überall breit.
 
Der Keiler hält die Ungewissheit, wer als nächster dran sein wird, nicht mehr aus und fragt den Bären, ob er auch auf der Liste stehe. "Ja," sagt der Bär, "auch du stehst auf meiner Liste."
Der Keiler sucht schleunigst das Weite. Zwei Tage später wird er tot aufgefunden.
 
Nun bricht Panik unter den Waldbewohnern aus. Allein der Hase wagt es noch, den Bären aufzusuchen. "Bär, steh ich auch auf der Liste?" - "Ja, auch du stehst auf der Liste." - "Kannst du mich da streichen?" - "Ja klar, kein Problem!"

Erwachsene setzen die Grenzen bei den Kindern...

Eine weitere Beobachtung beim Essen

Vater zur Tochter: "Soll ich es dir nochmal erzählen. So für Dumme?"

Mutter zur Tochter: "Das ist scheiß egal wer das gesagt hat, du wirst wissen was du gemacht hast"

Bruder zum anderen Bruder:"Ich lass mich von dir nicht verarschen!"

Mutter zum Sohn:"Sag mal was ist das für ein Wort?"
Sohn:" Was?"
Mutter:" Verarschen!"
Sohn": "Du hast doch vorhin auch scheiß egal gesagt!"
Vater zum Sohn: "Erwachsene setzen die Grenzen bei den Kindern und nicht anders herum."

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Ich konnte nicht anders und musste schmunzeln.!


Das erinnert mich an die Geschichte von Marshall: "Du sollst keine jüngere schlagen" sagt der Rektor zum älteren Schüler, der einen jüngeren schlägt,  als er ihm eine Ohrfeige (ich glaube das war eine Ohrefeige) gibt. 

-gm-

Dienstag, 5. Juni 2012

Die teuerste Lüge der Menschheit oder:

Was kostet der Mensch?

Heute habe ich mit meinem neuen Buch begonnen und ich möchte daraus etwas zitieren, weil ich der Ansicht bin dass das verbereitet gehört. UM nicht irgendwelche Rechte zu verletzen hier die Quellangaben.


DIE ATOMLÜGE 
GETÄUSCHT, VERTUSCHT, VERSCHWIEGEN: WIE POLITIKER UND KONZERNE DIE GEFAHREN DER ATOMKRAFT HERUNTERSPIELEN von SASCHA ADAMEK, erschienen 2011 im HEYNE-Verlag


Also. was kostet der Mensch?

Während in Japan Menschen an den Folgen der verheerenden Atomkatastrophe sterben, verändern sich in Deutschland die politischen Mehrheitsverhältnisse. Eine stets atomgläubige Kanzlerin unternahm den Versuch, unter dem Druck der Ereignisse kurz vor der wichtigsten Landtagswahl des Jahres in Baden-Württemberg zur Ausstiegskanzlerin zu mutieren. Sie verhängte ein Moratorium für die von CDU/CSU und FDP beschlossene Verlängerung der deutschen AKW-Laufzeiten um durchschnittlich zwölf Jahre. Sie sprach im Wahlkampf von Baden-Württemberg plötzlich von einem schnelleren Ausstieg unter Rot-Grün. Die Wähler glaubten ihr diese Camouflage nicht. Aber was folgt nun daraus?

Dieses Buch soll in der Debatte um das Wie und Ob des längst Totalaustiegs aus der Atomkraft einen Lügendetektortest für Politiker bieten: Ist die Botschaft von Fukushima tatsächlich in den Köpfen aller Parteien angekommen oder wird - wie nach Tschernobyl - trotzdem wieder mit den Atomkonzernen  gekungelt?

Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Technologie, an die unsere Industriegesellschaften jahrzehntelang wie an eine Religion glaubten. Und es beschreibt, wie aus dem Glauben Lügen wurden. Spätestens seit der Kernschmelze von Harrisburg 1979 hätte den Verfechtern dieser Energiegewinnungsform klar sein müssen, dass der Mensch diese Technologie nicht beherrschen wird, geschweige denn verstehen: Wochenlang haben wir ähnliche BIlder von den explodierten Meilern in Fukushima gesehen. Trotz der Selbstmordkommandos von Arbeitern und Feuerwehrleuten, die den Reaktor besprühten, meldeten Medien immer wieder schwarzen Rauch: >>Der Rauch über Block 3 stammt der japanischen Atomsicherheitbehörde zufolge aus dem Reaktorgebäude. Die Ursache sein unklar.<< Fassungslos lasen wir, dass Japan die Katstrophe anfänglich mit der Stufe 4 auf der 8-stufigen internationalen Skala von 0 bis 7 für Atomereignisse meldete. Stufe 4 beschreibt das Handbuch der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit wie folgt: >>Unfall - geringe Freisetzung: Strahlenbelastung der Bevölkerung etwa in der Höhe der natürlichen Strahlenbelastung.<< Erst nachdem Atomexperten in den USA und die französische Atombehörde den Reaktorunfall in Stufe 6 von 7 möglicher Atomunfällr einordneten (>>Schwerer Unfall - erhenliche Freisetzung: Voller Einsatz der Katastrophenschutzmaßnahmen<<), stufte Japan am siebten Tag der Katastrophr den Unfall von Stufe 4 auf lediglich 5 hoch: <<Ernster Unfall - begrenzte Freisetzung: Einsatz einzelner Katastrophenschutzmaßnahmen<<.

Wir hörten, dass das Trinkwasser in der Millionenmetropole Tokio für Babys zu radioaktiv sei, für Kleinkinder und Erwachsene jedoch nicht - aber was können wir überhaupt glauben? Erst exakt einen Monat nach der ersten Meldung über den nuklearen Notstand waren die japanischen Behörden bereit, die Vorgänge mit Stufe 7 als das zu melden, was sie sind: ein >>katastrophaler Unfall<<. Die Informationspolitik des demokratischen Staates Japan ist ähnlich desaströs wie einst die der Sowjetunion nach Tschernobyl. Und sie setzt das Leben Zehntausender Menschen aufs Spiel. Die Nuklearindustrie verhält sich weltweit wie ein Staat im Staat - wi eich in diesem Buch schildern werde - auch in Deutschland.

Die Verharmlosung hat selbst in der Katastrophe noch Methode. Die Atombefürworter aus den Konzernetagen sowie aus der Union und FDP verstummten nach anfänglichen Beschwichtigungsversuchen schnell - nicht zuletzt, wei sie ahnten, dass die schwarz-gelbe Atompolitik bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg 2011 abgestraft werden würde. Bei der Laufzeitverlängerung der Regierung Merkel ging es für die Energiekonzerne um viel Geld - bis zu 200 Milliarden zusätzlicher Gewinne konnten sie sich versprechen. Um dieses Ziel zu erreichen, waren die Propagandaabteilungen der Atomlobby 2010 noch einmal zur Hochform aufgelaufen. Sie warnten wie eh und je von Versorgungsengpässen für den Fall des Atomausstiegs, vor dem Niedergang des Industriestandorts Deutschlands und vor steigenden Strompreisen und der Klimaerwärmung.

Als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Japan verkündete die Bundeskanzlerin aber ein dreimonatiges Moratorium der geplanten Laufzeitverlängerung - ein schönes Wort, das sich vom lateinischen Verb >>morari<< ableitet und nichts anderes als verzögern bedeutet. Dass Angela Merkel mit der Durschetzung der ohnehin verfassungsrechtlich umstrittenen Laufzeitverlängerung nun drei Monate warten wollte, hielten nach Umfragen auch vieler Bürger für ein reines Wahrkampfmanöver. Und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle von der FDP gab das am Tag der ersten Explosion in Fukushima im erlauchten Kreis von vierzig Topmanagern von Deutschland wichtigsten Konzernen in der Zentrale des Bundesverbands der Deutschen Industrie sogur offen zu - allerdings war das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Als über den Ticker die Meldung über das geplante dreimonatige Moratorium kam, machte sich große Unruhe insbesondere unter den Energiemanagern breit. Laut einem internen Protokoll, dass die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte, verlangten die Manager eine Erklärung zu dem überraschenden Moratorium: >>Der Minister bestätigte dies und wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.<<


Die zahlreichen Lügen der Atomlobby werden in diesem Buch genauso entlarvt wie die Lügen der Politik - und das seit Tschernobyl und dem sogenannten rot-grünen Atomausstieg im Jahr 2000, der sich kaum zehn Jahre später als Überbrückungsmaßnahme für die deutsche Atomindustrie und ihre Jahrzehnte alten Reaktoren entpuppt hat. Vor allem soll anhand konkreter Beispiele des >>Normalbetriebs<< eins AKW's sowei erfolgter Katastrophen eine Rechnung aufgestellt werden, die die Atombranche weltweit scheut: Was kostet uns diese Energie wirklich? Und wer profitiert?

Wer die Debatten von Ökonomen, Poltikern und Verbraucherschützern über den Ausstieg in den vergangenen Monaten verfolgt, konnte beinahe den Eindruck bekommen, es gehe in dieser Frage nur um den Strompreis von Privathaushalten und Industrie, um Arbeitsplätze und den Industriestandort Deutschland. Der Preis, den Menschen für die >>friedliche Nutzung der Kernenergie<< zahlen, ist aber nicht nur finanzieller Natur - denken wir an die Milliardensubventionen für die Atomwirtschaft. Hunderttausende Menschen haben bereits mit der Zerstörung ihrer Gesundheit zahlen müssen.


Im nicht nuklearen Alltagsleben lassen sich Angriffe auf die körperliche Unversehrtheit sogar in Zahlen ausdrücken: Für den Verlust einer Milz billigte das Landgericht Aachen einer Messerstecherei ein Schmerzensgeld von 9200 Euro zu. Für ein Auge berechnete das Oberlandesgericht Zweibrücken 30 000 Euro Schmerzensgeld; ein Arm war dem Landgericht Arnsberg 45 000 Euro, ein Bein dem Oberlandesgericht Hamm 125 000 Euro wert. In den USA hätten solche unverschuldeten Organ- und Extremitätenverluste die Opfer zu Dollarmillionären gemacht. Aber der Verlust von Lebensqualität finanziell auszudrücken, ist nicht nur eine sehr willkürliche Angelegenheit, sondern folgt - global gesehen - aüßerst unterschiedlichen Krieterien. Den was ist der Preis für ein Menschenleben?

Montag, 4. Juni 2012

1+1 ist nicht immer 2

Eines Tages saß ich an der EspressoBar-Theke und wir unterhielten uns über Kellner und Gäste. Der Kellner sagte etwas, was ich nicht richtig verstanden hatte. Alos bat ich ihn es mir anders zu beschreiben. Darauf sagte er zu mir: "Wie, kannst du nicht 1+1 zusammenzählen?". Ich antwortete ihm:" Doch, das kann ich. Nur möchte ich sicher gehen, dass dein Ergebnis und meins identisch ist!". Er gab mir dann seine Antwort darauf und wir stellten fest, dass sein 1+1 und mein 1+1 nicht auf das gleiche Ergebnis kam. Somit ist 1+1 nicht per se 2.
 
-gm-

Samstag, 2. Juni 2012

Dienstag, 29. Mai 2012

~Lehre dein Kind niemals, gering von sich zu denken. Gewöhnt es sich, so zu empfinden, so werden auch andere sich gewöhnen, es niedrig zu achten, jetzt das Kind, später den Mann. Lehre dein Kind, nur Erfolg zu träumen und zu erwarten. Langandauernde Erwartung dieses Erfolges bringt Ursachen, Mittel und Wege zu diesem Erfolg. - Prentice Mulford -
~Für einen reizvollen Abend kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf den Tellern, sondern wer sich auf den Stühlen befindet. (Lotti Huber, Schauspielerin)

Freitag, 18. Mai 2012

Sokrates - eine Hebamme?

Kennt ihr Sokrates?

Ja, den großen griechischen Philosophen!

Den Lehrer Sokrates!

Meinen Ur- Ur-...Urgroßvater? :-D

Wusstet ihr, dass Sokrates Mutter eine Hebamme war?

Wusstet ihr, dass auch Sokrates eine Hebamme war?

Ja, Sokrates!

Sokrates half Menschen mit seinen Fragen ihre eigene Wahrheit zu finden.

Er half ihnen selbst in sich zu schauen und ihre Wege zu finden.

Er gab ihnen nie einen Ratschlag oder einen Tipp wie sie das eine oder andere tun sollen.

Deshalb eckte er auch fast überall an - die Menschen empfanden ihn als anstrengend. 

Es ist ja auch sehr anstrengend nachzudenken. Denn das erfodert Handeln. Die meisten Menschen gehen zum Arzt und wollen dass er sie sofort heilt. Ihnen sozusagen die Hand auflegt und ihnen die Lösung zeigt. Am besten ohne eigene Mühe. Das konnte Sokrates geschickt "umschiffen".

Sokrates untersütze Menschen bei der Schwangerschaft - doch niemals bei der Entbindung (Geburt)! 

Ähnlich wie die Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg ;)

-gm-

Mittwoch, 16. Mai 2012

Beim Eisessen beobachtet

Mutter: "Möchtest du ein Eis?"
Kind: "Ja"
Mutter: "Tüte oder Becher?"
Kind:" Becher!"
Mutter: "Keine Tüte?"
Kind:"Tüte"
Mutter: "Was für eins?
Kind: "Schokolade"
Mutter: "Kein Vanille?"
Kind:"Vanille"
Mutter:" Na gut!"

Mutter:"Eine Tüte mit zwei Kugeln Vanille".

Was hat das Kind nochmal gesagt?

Montag, 7. Mai 2012

Wir haben Sie vergessen!

Heute war ich beim Arzt. Endlich! Wegen meines Knies.

Nach 85 Minuten über den Termin wurde ich aufgerufen und in ein Zimmer gebracht. Na gut, ich bin selber gelaufen ;)

Die Sprechstundenhilfe sagt: "Ziehen sie bitte Schuhe und Hose aus. Der Arzt kommt gleich!"

Nach ca. 10 Minuten konnt eine andere Sprechstundenhilfe rein und holt irgendwas aus dem Schrank. ICh sage:"Kommt der Arzt auch?". Sie: "Ja, wir haben Sie nicht vergessen!". "Da bin ich aber gespannt" sage ich.

Naja, was sol lich sage? Nach exakt 35 Minuten gehe ich raus und mache meinem Unmut Luft. Die Sprechstundehilfe wusste nix anderes als zu sagen: "Beschweren Sie sich beim Arzt. Andere müssen auch warten" u.s.w.

Als ich meinen Unmut klar und deutlich kommuniziert habe bin ich wieder in dieses Zimmer und warte. Nach ca. 2 Minuten kommt der Arzt rein und kümmert sich um mich.

Irgendwann mal sagt er: "Wir haben Sie komplett vergessen. Entschuldigen Sie bitte!"
"Wissen Sie Herr Doktor, wenn man mir das vorhin auch so gesagt hätte, dann hätte ich Verständnis dafür. Doch ich war richtig stinksauer weil mir wichti war verstanden und gehört zu werden! Es kann ja vorkommen, doch ich möchte dass es klar kommuniziert wird!".

Ich habe ihm meine Visitenkarte gegeben, er laß was da drauf steht, grinste mich an und wi r lachten beide. "Klingt sehr interessant" sagte er.

Weshalb konnte die Sprechstundenhilfe mir das nicht sagen, dass ich vergessen wurde?

-gm-

Samstag, 5. Mai 2012

~Logik bringt Dich von A nach B. Vorstellungs-
kraft bringt Dich überall hin... - Albert Einstein -

Dienstag, 1. Mai 2012

und sie funktionieren doch.

Die Spiegelneuronen.

Sitze beim Zahnarzt im Wartezimmer.

Ein junger Mann - ich schätze kein jahr, ich kann nicht gut schätzen - sitzt mir gegenüber. auf dem schoß seines vaters. mir ist langweilig und ich strecke ihm die zunge entgegen. ohne dass das der vater sieht *lach.

Und was macht der junge Mann? er streckt seine zunge raus. Zufall? frage ich mich.

Und strecke sie noch mal raus. und was macht der junge Mann? Er streckt sie mir auch entgegen.

Auch wenn "man" sowas nicht tut, ich habe herzhaft gelacht. Innerlich, natürlich. Wollte ja nicht, dass der Vater das mitbekommt ;)))

-gm-

Samstag, 14. April 2012

How can one of us be happy if all the other ones are sad?

"I read a story about an anthropologist who proposed a game to the kids in an African tribe. He put a basket full of fruit near a tree and told the kids that who ever got there first won the sweet fruits. When he told them to run they all took each others hands and ran together, then sat together enjoying their treats. When he asked them why they had run like that as one could have had all the fruits for himself they said: UBUNTU, how can one of us be happy if all the other ones are sad?" -- UNKNOWN --

Freitag, 6. April 2012

Taxi Talk II.

Es ist 00:30. In einer halben Stunde ist endlich Feierabend. Ich freue mich schon weil ich sehr müde bin. Und da, da geht die Tür auf. Ein junger Mann, vielleicht knapp an die 30 geht in die Hocke und fragt mich mit einen russichen Akzent, was es kostet wenn ich ihn nach Bad Canstatt fahre. "Oh", dachte ich. "was will jetzt dieser Russe von mir. Nach Canstatt? Da wirds nix mit 01:00 Uhr Feierabend". Ich sagte ihm, dass ich es nicht weiß und dass ich mit der Uhr fahre. Gott sei dank war mein Kollege dabei und ich fragte ihn was es denn nach Canstatt koste. Er sagte dem jungen Mann, dass es um die 40 Euro kosten wird. Der junge Russe fragte ob ich ihn auch für 30 Euro fahren würde. Ich schaute meinen Kollegen fragend an. Er sagte "Nein, 30 ist zu wenig, Denn mit der Uhr wird es mehr als 40 Euro kosten. Also 35 Euro!". Der junge Russe fragt mich ob ich ihn für 35 fahre. Ich stimmte dem zu. Verärgert weil ich meinen pünktlichen Feierabend davonschwinden sah. Also setzte sich der junge Mann ins Taxi und wir fuhren los!

Todesstille. Niemand redet. Plötzlich spricht der junge Mann über seine Verärgerung über die Bahn. Dass er ein Ticke gekauft hat und jetzt es nicht benutzen kann weil die Bahn nicht kommt. 

An einem Punkt fragte ich ihn ob er in Bad Canstatt wohnt. Er antwortet mir, dass er aus Frankfurt kommt und in Canstatt arbeitet. Für diese Woche noch. Morgen fährt er wieder zurück.

Ich: "Was arbeiten Sie?"
Er: "Ich bin Programmist"
Ich: "Oh, ich habe 25 Jahre Software entwickelt."

Das Eis scheint gebrochen. Wir haben einen gemeinsamen Punkt gefunden.

Er: "Und warum Taxifahrer? Weshalb machen Sie so eine "niedere" Arbeit?"
Ich: "Oh, ich habe mich entschieden mit Menschen zu arbeiten weil mir das sehr viel Spaß macht. Als Entwickler mochte ich die Vorgehensweise mancher Vorgesetzten nicht!"

Er nickte und stimmte mir zu. Er fragte mich was ich denn nun mache.
Ich sagte ihm dass ich als Kommunikationstrainer, Coach und im Konfliktmanagement arbeite.

Wir fanden schon wieder einen gemeinsamen Punkt. Wir redeten über Gott und die Welt. Über das eigene Reflektieren über die Veränderung an einem selber und über Zuhören können.

Er sagte mir dass er Moslem sei, dass er früher nicht an den Koran geglaubt hat und seit Neuem liest er ihn. "Oh" sagte ich "ich habe den Koran zu Hause. Ich habe ihn gelesen." "Und?" fragte er mich. "Gute Sachen drin, oder?".

"Nun" sagte ich. "Es gibt Dinge die mir gefallen und es gibt Dinge die mir nicht gefallen".

Ich habe ihm die Dinge gesagt die mir gefallen und auch die Dinge die mir nicht gefallen. Er versuchte mir seine Sicht der Dinge zu erklären. Er erzählte mir z.B. darüber weshalb es im Islam keine Zinsen gibt. Mir gefiel diese Erklärung, denn ich kannte es und ich konnte den Sinn dahinter nicht verstehen. Oder auch die Umsetzung nicht nachvollziehen.

Am Ziel angekommen gab ich ihm meine Visitenkarte und sagte ihm: "Mir hat das Gespräch sehr gut gefallen. Es war sehr interessant und lehrreich. Ich würd emich freuen von Dir zu hören."

Er antwortete: "Ja, mir hat es auch sehr gut gefallen. Es macht mir Spaß mit einem intelligenten Menschen zu sprechen. Wer weiß, vllt. hören wir wieder voneiander. Ich würde mich freuen!"

"Ich mich auch" antworte ich, nahm das Fahrgeld wünschte ihm eine gute Zeit und fuhr fort.

Und die Moral von der Geschicht? Es war eine schöne, aufschlussreiche Fahrt. Und wie habe ich ganz am Anfang der Reise über ihn gedacht?

-gm-


Dienstag, 3. April 2012

~Wenn uns etwas aus dem gewöhnlichen Gleise wirft, bilden wir uns ein, alles sei verloren. Dabei fängt nur etwas Neues, Gutes an. Solange Leben da ist, gibt es auch Glück. - Leo Tolstoi -

Donnerstag, 29. März 2012

Taxi Talk

Der Fahrgast steigt ein und sagt: "Oh, wir kennen uns. Sie haben mich schon zur Postbank gebracht!"
Ich: "Lassen Sie mich bitte raten, G.....str. 55, stimmts?"
Sie: "Ja, genau!"
Ich: "Möchten Sie wieder in die G....str. 55?"
Sie: "Ja bitte!"
Ich: "Mein Chef sagte mir da wartet ein junges Mädchen auf dich!"
Sie:" Ich mag Ihren Chef nicht!"
Ich: "Oops, weshalb nicht?"
Sie: "Möchte ich nicht sagen. Er kennt meinen Vater und das ist schon mal der erste Punkt. Sie werden es schon selbst erleben!"
Ich: "Oh, ich bin jetzt natürlich neugierig da ich  neu in diesem Unternehmen bin. Und ich möchte schon wissen wie mein Chef so angesehen wird!"

Wir haben das Missverständnis geklärt. Sie meinte jemand anderen!

Sie: "Macht Ihnen die Arbeit Spaß?"
Ich "Ja, denn ich komme mit Menschen zusammen und das gefällt mir sehr. Zudem ist mein Hauptberuf ein ganz anderer."
Sie: "Was machen Sie denn?"
Ich: "Ich bin Kommunikationstrainer, Coach, Mediator und auch im Konfliktmanagement tätig."
Sie: "Oh, wie schaffe ich es den Konflikt mit meinen Eltern zu meistern?"
Ich: "Wenn Sie mich buchen und bezahlen, dann können wir gemeinsam schon einen Weg finden."
Sie: "Das kann ich  mir nicht leisten."

Und Sie fing an mir über ihre Eltern zu berichten. Ohne, dass ich sie danach gefragt habe. Ich hörte ihr zu. Sie war offensichtlich froh, dass es jemanden gab der ihr zugehört hat. Sie sagte: "Die anderen Taxifahrer sind oft sehr unfreundlich. Und ich traue mich jetzt nicht in die Wohnung. Denn ich weiß es wird jetzt sehr viel Stress geben."

Sie bezahlte, ich gab ihr meine "private Karte" und sagte ihr: "Wenn Sie wieder ein Taxi brauchen, dann fragen Sie nach Georg. Ich möchte mir meine Stammkundschaft aufbauen.
Ich arbeite jedoch nur Di.-Do."

Ich wusste nicht, dass das so schnell wieder sein wird.

Ich fuhr zum Taxistand zum Bahnhof. Keine 15 Minuten später klingelt mein "Taxi-Handy" und der Chef ist dran. "Fahr mal bitte in die G....str. 55. Das junge Mädchen möchte dich wieder haben!"
Ich dachte mir: "oops, was ist jetzt passiert?" Ahnte bereits etwas.

Also fuhr ich hin und sie war tatsächlich da. Sie stieg ein und sagte: "Sorry, Sie sind der einzige und der erste der mir einfiel. Aber ich war noch nicht in der Wohnung!"....Sie erzählte mir auf dem Weg zum Bahnhof wieder über ihre Situation. Am Bahnhof angekommen offenbarte sie mir dass sie nicht bezahlen könne. Das war mir persönlich auch nicht wichtig. Die paar Euros konnte ich verkraften. Mir ging ein anderes Problem durch den Kopf. "Was mache ich jetzt mit ihr? Ich kann sie doch nicht einfach auf die Strasse abesetzen und gut ist. Irgendwie bin ich als Taxifahrer auch verantwortlich für meine Fahrgäste. Ab und bis zu einem bestimten Grad.". Also sagte ich ihr, dass mir nur eine Möglichkeit einfällt. Wie aus der Pistole geschossen kam "die Polizei?". Ich sagte "ja, die Polizei." Ich rief meinen Chef an und sagte ihm das. Ich brachte dann das junge Mädchen mit ihrer Einwilligung zur Polizei. Erklärte der Polizei die Sachlage und die Polizei bat das junge Mädchen sich hinzusetzen und ich durfte weiterfahren.

Ich weiß leider nicht was daraus geworden ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es bald erfahren werde. Ich frage mich jedoch was ein junges Mädchen - na gut eine junge Frau - so viel Angst vor den Eltern bereitet? Ich weiß es natürlich, sie hat es mir ja erzählt, doch weshalb sind die Eltern so? Welches Motiv, welchen Grund, welches Bedürfnis steckt hinter ihrer Handlung?

--gm--

Montag, 26. März 2012

Hat der Bauch immer Recht?

Am Mittwoch den 21.3.2012 habe ich mich mit einem jungen Mädchen von 22 Jahren getroffen. Wir wollten zusammen arbeiten. Sie wollte für mich die Akquise machen.

Wir haben die Vorgehnsweise besprochen. Wie Sie mich dabei untersützen kann und auch über die Konditionen. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich jemanden gefunden habe der mich dabei unterstützt bei etwas was ich nicht gerne mache. Telefonakquise.

Wir verabschiedeten uns und sie versprach mir einen Textvorschlag für den Akquisebrief zu schicken. Bis kommenden Montag.

Am Donnerstag sagte mir mein Bauch dass ich sie anrufen soll. Ich rief sie an. Ich verspürte eine Ablehnung. Zumindest war sie nicht mehr dieses fröhliche und lustige Mädchen wie beim letzten Telefonat. Ich fragte:"Ist es gerade unpässlich?". Sie antwortete: "Ja, etwas!". "Ruf mich bitte an wenn du wieder Zeit hast, ok?" sagte ich. Sie bejahte es und wir legten auf.

Dieses Bauchgefühl wurde immer stärker und stärker. Ich spürte, dass die Zusammenarbeit "in Gefahr" ist. Oder anders ausgedrückt; mein Bauch sagte mir, dass es nichts wird mit der Zusammenarbeit. Ich wußte nicht wie ich das deuten soll. Ich sagte einem Freund, dass mein Bauch mir sagt, dass es eh nichts wird. "Aber villeicht ist es ja nur mein Intellekt, mein Kopf, meine Gedanken". Mein Freund sagte:" Jetzt wartest du bis Montag und wenn sie nicht anwortet, dann kannst du sie ja anrufen."

Am Montag früh um 8:30 schrieb ich ihr eine SMS. Da ich nicht bis abends warten wollte. Ich schrieb ihr: "Hallo Virginia, wie war dein WE? Es gibt ein paar Dinge die ich mit dir besprechen möchte. Ruf mich bitte an wenn du Zeit hast".

Ca. drei Stunden später erhalte ich eine SMS-Antwort:"Hallo Georg, ich zieh kurzfristig nach Ulm und kann dir leider bei der Akquise nicht helfen". Kein Gruß Virginia, nichts. Sonst hat sie das geschrieben. Ich antwortete: "Was hält dich davon ab mich aus Ulm zu unterstützen?". Ihre Antwort: "Meine eigene Arbeit!"

Für mich war die Sache dann vorbei. Bin zwar sehr verägert aber es hat mich nicht so schwer getroffen, da mein Bauch mich ja schon darauf vorbereitet hat.

Hat der Bauch immer Recht? Keine Ahnung, aber hier hat er es mich spüren lassen. Ich bin froh, dass es in der frühen Phase aufgehört hat. Denn, was für eine Geschäftsbeziehung wäre wohl daraus geworden?

Ehrlich gesagt ich war "positiv überrascht" weil es so klar war. das bauchgefühl. richtig klar. Irgend etwas sagte mir ganz deutlich: "Es wird nichts. Kläre es so schnell wie möglich ab"

Samstag, 24. März 2012

~Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter. - Khalil Gibran -

Sonntag, 11. März 2012

Die Fesseln lösen!


Sollten Sie Schwierigkeiten mit Ihren Mitmenschen haben, dann machen Sie sich auf einen Schock gefasst: 

Mit Ihnen selbst stimmt etwas nicht. Es gibt keine Schwierigkeiten im Umgang mit anderen. Wenn Sie sich selbst ändern, ändert sich auch alles andere. Wenn Sie loslassen können, werden sich die Menschen ändern. Sie sehen die anderen nicht so, wie sie sind, sondern so, wie Sie selbst sind! Wenn mich jemand ärgert, mir auf die Nerven geht, stimmt etwas mit mir nicht. Ich muss mich ändern. Wie kann ich jemandem soviel Macht über mich geben, dass er mich ärgern kann? Wie kann ich jemandem die Macht geben zu entscheiden, ob ich fröhlich oder traurig bin? Wenn ich jemandem soviel Macht verleihe, muss ich auch die Konsequenzen tragen. In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen, nur Konsequenzen. An mir liegt es, zu wachsen und mich ihnen zu stellen.
 
Darüber hinaus braucht man auch Mut, sich nicht manipulieren zu lassen. Man hat Angst, nein zu sagen, Angst jemanden auf sein eigenes Leben zu verweisen: ‘Lebe du dein Leben und lass mich meines leben!‘
 
Unser Glück gründet nie auf etwas Bestimmtem. Wahres Glück hat keine Ursache. Was sagen Sie nun? Wenn Sie jemand glücklich macht, oder Ihr Beruf Sie glücklich macht, geht es dabei nicht wirklich um Glück, sondern um die Erfüllung eines Wunsches: Ich möchte irgendetwas, nehme einen Anlauf, schaffe es, bin begeistert, mache weiter bis zum Schluss, fühle mich belohnt, es macht mir Spaß, schließlich werde ich dessen müde. Wenn ich es nicht schaffe, werde ich unruhig. Das ist kein Glück! Das sind Gefühle, Erfüllung eines Wunsches.
 
Manchmal meine ich, fast die ganze Welt ist auf Unglücklichsein vorprogrammiert. Die meisten sind einfach unfähig, nicht unglücklich zu sein, ihr Leben ist ein ewiges Auf und ab, wie ein Pendel, und sie leiden. Ich sage es noch einmal: Glück hat keine Ursache. Wenn Sie nichts und niemand verletzen kann, kein Mensch und kein Vorkommnis, dann sie Sie glücklich.
 
Was kann man tun, um glücklich zu sein? Nichts! Man kann nichts tun, braucht nichts zusätzliches, man muss etwas lassen! ...

- aus: "Die Fesseln lösen", Anthony de Mello -

Freitag, 9. März 2012

~Was vor uns und was hinter uns liegt, ist unbedeutend, verglichem mit dem was in uns steckt! - Ralph Waldo Emerson -

Sonntag, 4. März 2012

Beim Betreten der Tankstelle bitte Helm abnehmen!

Das stand an der Kasse in einer Tankstelle.

Ich bin verwundert und frage die Kassiererin: "Ich möchte Sie gerne etwas fragen."
Sie: "Ja, bitte!"
Ich: "Welchen Zweck erfüllt dieses Schild?"
Sie: "Na, dass Sie den Helm abnehmen wenn Sie die Tankstelle betreten. Damit ich ihr Gesicht sehe!"
Ich: "Aha, aber dann bin ich doch bereits an der Kasse!"
Sie: "Oh, das stimmt. Das hat mir bis jetzt auch keiner gesagt. Ich werde das Schild gleich an die Tür anbringen. Danke, dass Sie mich drauf aufmerksam gemacht haben!"
Ich: "Ich danke Ihnen, dass Sie es annehmen!"

-gm-

Dienstag, 28. Februar 2012

Es war kein Strafzettel

Werner schaute noch mal auf den Tacho, bevor er langsamer wurde. 78 km/h innerhalb einer Ortschaft. Das dritte Mal, dass er in diesem Jahr erwischt wurde… Der Polizist der ihn angehalten hatte, stieg aus seinem Auto und kam mit einem Notizblock auf Werner zu. Christian? Die Uniform irritierte zunächst, aber es war Christian aus der Kirche! Werner sank tiefer in seinen Sitz. Das war schlimmer als der Strafzettel. Ein christlicher Bulle erwischte einen Typen aus seiner eigenen Kirche. ‘Hallo Christian. Komisch dass wir uns so wiedersehen!’ ‘Hallo Werner.’ Kein Lächeln. ‘Ich sehe, du hast mich erwischt in meiner Eile nach Hause zu kommen, um meine Frau und Kinder zu sehen.’ ‘Ja so ist das.’ Christian der Polizist, schien unsicher zu sein. ‘Ich bin in den letzten Tagen erst sehr spät aus dem Büro gekommen, und war im Gedanken schon beim morgigen Familienausflug. Mit wie viel hast du mich erwischt?’ ‘Siebzig.’ ‘Ach Christian, warte einen Moment. Ich habe sofort auf den Tacho geschaut, als ich dich sah! Ich schätze das waren 65 km/h !’ Werner konnte mit jedem Strafzettel besser lügen… Genervt starrte er auf das Armaturenbrett. 

Christian war fleißig am Schreiben auf seinem Notizblock. Warum wollte er nicht Führerschein und Papiere sehen? Was auch immer der Grund war, es würden einige Sonntage vergehen, bis Werner sich in der Kirche wieder neben diesen Polizisten setzen würde. Ungeduldig sagte er: ‘Es liegt doch ganz in deinem Ermessen. Sicher habe ich eine Verkehrsregel gebrochen, aber man kann doch auch mal ein Auge zudrücken, oder?’ Christian schrieb weiter, riss dann den Zettel ab und gab ihn Werner. ‘Danke.’ Werner konnte die Enttäuschung nicht aus seiner Stimme halten. Ohne ein Wort zu verlieren, ging Christian wieder zu seinem Streifenwagen zurück. Werner wartete und schaute ihm im Spiegel nach. Dann faltete er den Zettel auf. Was würde ihm dieser Spaß kosten? 

He, war das ein Witz? Es war kein Strafzettel! Doch dann las Werner: ‘Lieber Werner, ich hatte einmal eine kleine Tochter. Als sie fünf Jahre alt war, starb sie bei einem Verkehrsunfall. Richtig geraten, der Typ ist zu schnell gefahren. Ein Strafzettel, eine Gebühr und drei Monate Knast, dann war der Mann wieder frei. Frei um seine beiden Töchter wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Ich hatte nur eine, und ich werde warten müssen, bis ich sie im Himmel wieder in die Arme nehmen kann. Tausendmal habe ich versucht, diesem Mann zu vergeben. Vielleicht habe ich es geschafft, aber ich muss immer wieder an sie denken. Auch jetzt. Bete bitte für mich. Und sei bitte vorsichtig, Werner. Mein Sohn ist alles was ich noch habe. Gruß, Christian.’ 

Werner drehte sich um und sah Christian wegfahren. Er fuhr die Straße wieder hinunter. Werner sah ihm nach, bis er nicht mehr zu sehen war. Erst einige Minuten später fuhr er langsam nach Hause. Er betete um Verzeihung und zu Hause angekommen, nahm er seine überraschte Frau und Benny ganz fest in die Arme.

Das Leben ist so wertvoll. Behandle es mit Sorgfalt. Dies ist eine sehr wichtige Nachricht. Bitte gib sie weiter an deine Freunde. Fahr vorsichtig und mit Verständnis anderen gegenüber. Vergiss nie, Autos kann man wieder kaufen. Menschenleben nicht …

- Autor mir unbekannt -